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Dietwil: Deponie Babilon wird dem Betrieb übergeben

Rund 120 Lastwagen täglich werden während der kommenden acht Jahre sauberes Aushubmaterial in die neue Deponie Babilon liefern.
Cornelia Bisch
Der Radweg wird durch einen Sicherheitstunnel geleitet und der Knodenbach weitgehend offen gelegt. (Bild: Cornelia Bisch (Dietwil, 4. Juli 2018))

Der Radweg wird durch einen Sicherheitstunnel geleitet und der Knodenbach weitgehend offen gelegt. (Bild: Cornelia Bisch (Dietwil, 4. Juli 2018))

Das Projekt Deponie Babilon erforderte Geduld und Ausdauer. «Seit der Ausschreibung durch die Gemeinde Beinwil sind zehn Jahre vergangen», berichtete Dieter Greber, Verwaltungsratspräsident der Betreiberin Deponie Freiamt AG an der gestrigen Eröffnung.

Während acht Jahren wird die Deponie vermutlich in Betrieb sein, bis die 1,4 Millionen Kubikmeter sauberes Aushubmaterial in rund 120 Lastwagen täglich angeliefert worden sind. Die Deponie wird unter anderem das Material aus dem Tagbautunnel der Südwestumfahrung Sins aufnehmen. «Bis die erste Ladung Material abgeladen werden kann, investiert die Deponie Freiamt AG zwei Millionen Franken», führte Greber aus. Die Deponie umfasst ein Gelände von 19 Hektaren, wovon jedoch lediglich 16 für den eigentlichen Betrieb genutzt werden, der Rest ist ökologische Ausgleichsfläche. Von der Landabgabe betroffen sind sechs lokale Landwirtschaftsbetriebe.

2012 konnten die Verträge mit den Landeigentümern abgeschlossen werden, zwei Jahre später wurden die Richtplaneinträge sowie die Gegenrechtsvereinbarungen mit den Nachbarkantonen vom Regierungsrat genehmigt. Dann erfolgten die Teiländerung des Zonenplans, die Umweltverträglichkeitsprüfung sowie die Eingabe und Erteilung des Baugesuchs. Effektiv in Betrieb genommen wird die Deponie nach einigen weiteren Anpassungen per Anfang September 2018. Dann wird auch ein elektronisches Zugangssystem aktiviert. Die Auffüllung der Deponie erfolgt von Süden nach Norden.

Im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten wurden eine asphaltierte Zugangsstrasse sowie seitens des Kantons ein Knoten mit Linksabbieger zwischen den Ortschaften Oberrüti und Dietwil im Ausserortsbereich der Kantonsstrasse K 125 gebaut, der jedoch vollumfänglich zu Lasten der Betreiberfirma ging. Dieser wird nach Ablauf der Nutzungszeit der Deponie rückgebaut.

Sicherheitstunnel für den Veloweg

Die entlang des Deponiegebietes führende Velostrasse wurde im Bereich der Kreuzung mit der Zufahrtsstrasse durch einen Tunnel geführt. Dies zur Sicherung des Veloverkehrs. Eine der Umweltauflagen betraf die Offenlegung des Knodenbachs in einem gestalteten Bachbett auf einer Länge von 210 Metern entlang des Velowegs.

Auch die Gemeinde Dietwil freue sich über die Inbetriebnahme nach so langer Zeit, sagte Gemeindeammann Pius Wiss. Er schilderte die Beweggründe, welche die Gemeinde Dietwil dazu veranlasst hatten, dem Projekt zuzustimmen. «Einerseits bedeutet es eine Verbesserung der landwirtschaftlichen Nutzfläche und eine ökologische Aufwertung des Gebiets.» Die Deponie stelle zudem eine gute Lösung für die gesamte Region dar und sei profitabel für die Gemeindekasse.

Tatsächlich zahlt die Deponie Freiamt AG der Einwohnergemeinde Dietwil als Standortgemeinde sowie den Grundeigentümern eine Gebühr pro Kubikmeter Aushubmaterial. Die Einwohnergemeinde kann gesamthaft mit einem Ertrag von rund 3,4 Millionen Franken rechnen. Das entspricht einem jährlichen Betrag von 420000 Franken.

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