Der Aufenthalt im Zuger Altersheim soll günstiger werden

Die CVP Fraktion fordert, dass der Kanton Zug sich an den Kosten beteiligt.

Vanessa Varisco
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Ein Aufenthalt im Altersheim kann teuer werden. Die CVP fordert daher Unterstützung durch den Kanton.

Ein Aufenthalt im Altersheim kann teuer werden. Die CVP fordert daher Unterstützung durch den Kanton.

Bild: Werner Schelbert (Baar, 17. September 2018)

Wer altersbedingt nicht mehr alleine zu Hause wohnen kann, dem steht oft ein Umzug in ein Alters- oder Pflegeheim bevor. Für die dortige Betreuung, den Aufenthalt und Verpflegung fallen Kosten an. Zu hohe Kosten, wie die CVP Fraktion findet. «Die hohen Kosten für einen Aufenthalt in einem Alters- und Pflegeheim werden heute verbreitet als stossend und zu hoch empfunden», schreibt sie in einem Postulat, in dem sie den Zuger Regierungsrat auffordert, durch eine einmalige Abschreibung der Investitionskosten von Zuger Alters- und Pflegeheimen die Aufenthaltstaxen zu senken. Die Kosten für die Pflege, die Betreuung und die Pension übernehmen Krankenversicherer, Bund, Kanton, Gemeinden und die Bewohnerinnen und Bewohner. Können Letztere ihren Anteil nicht bezahlen, erhalten sie bis zu einer bestimmten Grenze Ergänzungsleistungen.

Bei einem Eintritt ins Altersheim werden Selbstzahlende mit substanziellen Kosten belastet, «die häufig in kurzer Zeit das Ersparte aufbrauchen.» Die CVP wolle nun für die Senkung der Taxen bei den Pensionskosten ansetzen, die voll zu Lasten der Bewohnenden gehen. In die Pensionskosten werden auch die Kosten für die Nutzung der Anlage beziehungsweise die Investitionskosten für das Alters- oder Pflegeheim eingerechnet. Während diese Investitionen in die Gebäude bis vor einigen Jahren noch meistens von den Gemeinden getragen wurden, sind sie heute Teil der Pensionskosten.

Eine nachhaltige Investition

Geht es nach der CVP, soll sich der Kanton mit einem Anteil an dieser einmaligen Abschreibung beteiligen und «damit einen Anreiz für die Gemeinden schaffen, eine solche Abschreibung zu übernehmen.» Die Pensionskosten würden sich damit reduzieren, weil die Alters- und Pflegeheime entschuldet würden und entsprechend keine Abschreibungen mehr in die Pensionskosten eingerechnet würden.

Diese einmalige Abschreibung zu Gunsten der heutigen Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen sei auch deshalb gerechtfertigt, weil der aktuelle Wohlstand von Gemeinden und Kanton wesentlich durch diese Generation erarbeitet worden sei. «Die CVP ist überzeugt, dass Kanton und Gemeinden über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen und eine solche Investition nachhaltig ist.»

Synergien besser nutzen

Gleichzeitig mit der Bearbeitung dieses Postulats soll der Regierungsrat gemeinsam mit den Gemeinden prüfen, wie potenzielle Synergien besser genutzt werden könnten. Insbesondere die Frage, ob durch eine einheitliche Führung und Organisation von Alters- und Pflegeheimen die Qualität verbessert und die Kosten gesenkt werden können.