Der Badjöggel wurde «abeglüpft» und verbrannt

Einen Monat thronte er über dem Dorfplatz von Unterägeri. Am Dienstagabend hatte dies aber ein Ende.

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Der Badjöggel wird angezündet - die Trauer hält sich in Grenzen. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Der Badjöggel wird angezündet - die Trauer hält sich in Grenzen. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Bei seiner Abschlussrede liess der Narr Felix Iten die diesjährige Fasnacht Revue passieren; die vielen Feste, Guggenpartys, Besuche im Altersheim, die Einladung nach Deutschland – es war ein gefüllter Terminplan für die Narren aus Wylägeri, die Ehrengarde und ihr Ehrenpaar. Dementsprechend wehmütig waren die Worte, die auch der Narrenvater Hugo Nussbaumer vor versammelter Fasnächtler- und Zuschauerschar wählte.

Viel Lob für das Stehvermögen

Es galt unter anderem, den Ehrenbadjöggel und die Narrenmutter zu verabschieden. Markus Iten und Andrea Heinrich durften viel Lob ernten. Sie haben die Unterägerer Fasnacht ehrwürdig über die närrische Zeit vertreten und auch viel Durchhaltevermögen gezeigt. Die Badjöggel und die Nüssler vollführten ihre traditionellen Tänze, um sich vom riesigen Badjöggelkopf zu verabschieden. Währenddessen wurde der riesige Badjöggelkopf von seinem Platz heruntergehievt. Dann durfte das Ehrenpaar seine letzte offizielle Aufgabe wahrnehmen: Den Kopf mitten auf dem Dorfplatz mit Fackeln anzünden. Dazu gaben die beiden Guggenmusigen aus Unterägeri, die Möschtliblöser und der Turi-Club ihre bekanntesten Musikstücke ein letztes Mal für dieses Jahr auf dem Dorfplatz zum Besten.

Das letzte grosse Aufbäumen

Wie in den meisten Orten der Schweiz ist jetzt also auch in Unterägeri das närrische Treiben vorbei. Fast ein ganzes Jahr müssen die Fasnächtler nun warten, bis der Badjöggel erneut aufgehängt wird und die Narren das Zepter der Gemeindeführung übernehmen. Aber gestern Abend war nach der «Abelüpfete» noch nicht Zeit für die grosse Traurigkeit: Denn die Fasnächtler zogen noch weiter in die Beizen und Restaurants und liessen die letzten Stunden der Fasnacht 2012 so richtig deftig ausklingen.

Marceline Iten

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