Raumentwicklung: Auf Begegnung wird in Cham Wert gelegt

In Cham arbeitet man derzeit am Raumentwicklungskonzept. Die Bevölkerung redet mit.

Vanessa Varisco
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Cham wächst – einwohnermässig gleichermassen wie baulich. Beispielhaft dafür ist etwa die Weiterentwicklung auf dem Papieri-Areal. Um die Qualitäten der Gemeinde zu erhalten, sie zu stärken oder neue zu schaffen, erarbeitet Cham das Raumentwicklungskonzept (REK), welches zeigen soll, wie die Gemeinde 2040 aussehen soll. Die Projektverantwortlichen haben nun die Erkenntnisse aus einem Mitwirkungsanlass, welcher Anfang September stattgefunden hat, ausgewertet, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist.

Aus den Diskussionen und Rückmeldungen heraus habe sich gezeigt, dass die wichtigsten Anliegen im ersten Entwurf des REK, welches an jenem Anlass präsentiert wurde, schon erfasst werden.

Grüne Flächen pflegen

Konkret wurden im ersten Entwurf die drei Bilder Chams festgehalten: «Cham als Perlensammlung», «Cham als Park» und «Cham als Netzwerk». Während die Perlensammlung symbolisch für die Absicht steht, die «identitätsstiftende Vielfalt» zu erhalten, beinhaltet das Bild des Parks die durchgehende Begrünung. Zum Bereich Netzwerk gehören die Erreichbarkeit sowie die inneren Strukturen der Gemeinde.

Die Bilder der Vision für die Raumentwicklung bis 2040 sind also sehr allgemein gefasst und werden in den Hauptzielen schliesslich näher definiert – bleiben aber wenig spezifisch.

So ist beispielsweise festgehalten, dass Cham über attraktive gemeinschaftliche und öffentliche Begegnungsräume verfüge in Quartieren und Zentrumsgebiet. Wie genau jene aussehen, bleibt offen.

Auch Naherholungsgebiete sind wichtig

Aber dennoch: Wichtig für die Entwicklung der Gemeinde werden wohl den Hauptzielen nach vor allem Begegnungsräume und -plätze. Denn nicht nur in Quartieren soll die Begegnung Raum bekommen, sondern auch im Grünen. Schwerpunktmässig sollen die Naherholungsgebiete gepflegt werden, gleichermassen wie die Sport- und Kulturmöglichkeiten.

Neben den verschiedenen Begegnungszonen soll ebenfalls der Landwirtschaft Platz eingeräumt werden.

Der Mitwirkungsanlass habe laut der Mitteilung von Projektleiterin Raumplanung Mirjam Landwehr auch gezeigt, dass das Planungsmittel sehr komplex sei. «Das liegt vor allem daran, dass sich das REK an Fachpersonen richtet, welche auf dieser Grundlage weiter arbeiten werden», schreibt Landwehr weiter.

Man will deshalb weiterhin proaktiv kommunizieren, damit die breite Bevölkerung die wichtigsten Stossrichtungen des REK kennt. Zum Schluss durften die Teilnehmer überdies «gute Wünsche» dalassen. Sie empfehlen ein visionäres, innovatives und mutiges Vorgehen.

Im November und Dezember dieses Jahr wird eine öffentliche Vernehmlassung stattfinden, Anfang 2021 wird das REK gegebenenfalls nochmals angepasst. Im Frühling 2021 soll der Gemeinderat letztlich die finale Fassung beschliessen. Über jenen Beschluss wird an einer nachfolgenden Gemeindeversammlung informiert.

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