Der Bulle versteht keinen Spass

Red Bull geht rigoros gegen Nachahmer vor. Das Unternehmen hat eine Werbung der Grünen Partei gestoppt.

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Die Grünen dürfen diesen Drink nicht mehr verteilen. (Bild: pd)

Die Grünen dürfen diesen Drink nicht mehr verteilen. (Bild: pd)

«Gruenbull» heisst die Politkampagne der Gelterkinder Ortssektion der Grünen. Die Politiker verteilten einen «Energy Drink», ein Fläschchen mit Bio-Apfelsaft, und warben mit einem Logo in Form eines grünen Bullen.

Die Kampagne stiess dem Konzern Red Bull mit Schweizer Sitz in Baar sauer auf. Red Bull forderte die Partei auf, die Aktion abzubrechen, sonst würden rechtliche Konsequenzen folgen. Darauf gaben die Baselbieter Politiker nach. «Wir einigten uns, dass die Verteilung des Drinks eingestellt wird und wir verzichten auf die Bezeichnung Energy-Drink», sagt Philipp Schoch, Präsident der Grünen Gelterkinden. Die Aktion hat keine rechtlichen und finanziellen Folgen für die Grüne Partei. Trotzdem: Philipp Schoch hat wenig Verständnis für die harsche Reaktion. «Red Bull hat die Verhältnismässigkeit aus den Augen verloren. Unsere Aktion war nicht kommerziell und konkurrierte die Firma nicht », sagt er.

Bei der Red-Bull-Zentrale in Baar heissts auf Anfrage: «Ein Energy-Drink ‹Gruenbull› verstösst gegen unsere Markenrechte, die wir verteidigen. Auch wenn in diesem Fall eine politische Partei als Mitbewerber auftritt.»

Ernst Meier

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zuger Ausgabe der Zentralschweiz am Sonntag.