Pläne für den Zuger Busstützpunkt werden konkreter

Die Zugerland Verkehrsbetriebe AG starten im Sommer mit einem Bebauungsplan für den Neubau in Zug.

Laura Sibold
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So könnte der Neubau der Zugerland Verkehrsbetriebe dereinst aussehen. Er soll in rund zehn Jahren fertig sein.

So könnte der Neubau der Zugerland Verkehrsbetriebe dereinst aussehen. Er soll in rund zehn Jahren fertig sein.

Visualisierung: ZVB

Die Ausgangslage ist seit Jahren klar: Da die Gebäude der Zugerland Verkehrsbetriebe AG (ZVB) an der Aa in die Jahre gekommen sind, eine schlechte Bausubstanz haben und der Platz knapp wird, brauchen die ZVB einen neuen Hauptstützpunkt. Seit der Kantonsrat vor etwas mehr als einem Jahr das neue ZVB-Gebäude mitsamt einem Neubau für den Rettungsdienst Zug und die kantonale Verwaltung abgesegnet hat, ist es allerdings still geworden um das Projekt.

Doch die Fäden werden, wie so oft, im Hintergrund gezogen. So betont ZVB-Mediensprecherin Karin Fröhlich, dass die Planungsarbeiten in vollem Gange seien. «Derzeit laufen die Vorarbeiten für einen Bebauungsplan. Die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens ist für diesen Sommer geplant.»

Das Verwaltungsgebäude wird zuerst gebaut

Als Grundlage für den Bebauungsplan dient das Vorprojekt aus dem Jahr 2017. Diesem zufolge wird die heute ebenerdige Abstellung der Busse im Neubau unterirdisch erfolgen. «Die Buseinstellhallen finden in zwei Untergeschossen Platz. Dadurch wird attraktiver Raum im Zentrum von Zug frei», sagt Fröhlich. Neben einer Einstellhalle für Busse sind eine Werkstatt und Büros geplant. Vorgesehen ist darüber hinaus, dass die Neubauten an den Energieverbund Circulago der WWZ angeschlossen werden. Im Neubau Rettungsdienst/Verwaltung ist eine Energiezentrale geplant. Die Höhe der Gebäude sowie die Dichte der Bebauung werden erst im Bebauungsplan festgelegt. Laut Vorprojekt soll der Betrieb des Rettungsdienstes sowie der ZVB nahtlos aufrechterhalten bleiben, weshalb in Etappen gebaut wird. Zuerst werden die bestehenden Gebäude rückgebaut, dann der Neubau Rettungsdienst/Verwaltung erstellt und als letztes der neue ZVB-Hauptstützpunkt.

Das Projekt ist finanziell ein grosser Brocken. Das Parlament sprach im März 2019 einen Investitionsbeitrag von maximal 94,2 Millionen Franken sowie einen Objektkredit für den Mieterausbau im Neubau Rettungsdienst/Verwaltung von 26,2 Millionen. Total soll der Stützpunkt rund 190Millionen kosten. Einen Teil davon müssen die ZVB dem Kanton zurückzahlen.

Bis zum Spatenstich und zur Realisierung des Projektes ist es noch ein weiter Weg. Der Neubau Rettungsdienst/Verwaltung wird voraussichtlich 2026 bezugsbereit sein, der ZVB-Neubau in rund zehn Jahren. Die Einhaltung dieses Zeitplans ist relevant, da die beiden Neubauten Bestandteil der Hochbaustrategie sind, die der Kanton 2017 vorgestellt hat. Verzögern sich der Verwaltungs- oder der ZVB-Neubau, könnten darunter auch andere Bauprojekte leiden.