Der EVZ feiert den grössten Erfolg seit dem Aufstieg

Das Zuger 2.-Liga-Team hat seine Gruppe in der Qualifikation gewonnen. Für den Trainer ist das kein

Michael Wyss
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Zugs Leandro Blaser (beim Schuss) erzielt im letzten Qualifikationsspiel beim 6:3-Sieg über Bassersdorf drei Treffer.

Zugs Leandro Blaser (beim Schuss) erzielt im letzten Qualifikationsspiel beim 6:3-Sieg über Bassersdorf drei Treffer.

Bild: Matthias Jurt (Zug, 18. Januar 2020)

Was für eine beeindruckende Qualifikationsphase der Zuger 2.-Liga-Eishockeyaner: Aus 18 Partien resultierten 44 Punkte. Dazu kommt das Torverhältnis von 92:50. Der Qualifikationssieg ist somit Tatsache. Es ist der grösste Erfolg seit dem Aufstieg im Jahr 2009, der unter der Ägide von Franz Wunderlin, langjähriger Trainer, Gründer und Baumeister dieses Teams, gelang. «Das Team ist der Star. Wir gehen füreinander und haben Spieler, die auch viel Qualität mitbringen. Ich bin unheimlich stolz auf diese Equipe», freut sich der Trainer Alex Wirz.

Der 55-Jährige, in Ottenbach wohnhaft, ist seit der Saison 2018/19 Trainer beim Zweitligisten Zug. Wirz hatte in früheren Jahren beim EVZ im Nachwuchs gewirkt. «Es war auch eine Herzenssache, als ich hörte, dass das Team einen neuen Trainer sucht.» Als Leiter Breitensport beim EVZ ist es Wirz ein Anliegen, sich für die Spieler einzusetzen, die den Sprung ins Profitum nicht schaffen. Wirz: «Nur wenige schaffen den Durchbruch. Das Gros muss den Verein verlassen, weil es kein Angebot gibt in Sachen Breitensport. Das können wir mit der 2.-Liga-Mannschaft auffangen.» Ein weiterer Vorteil ist: «Wenn wir die Spieler im Verein halten können, übernehmen sie vielleicht später einmal einen Trainer- oder Funktionärsjob. Das ist enorm wichtig für einen Verein. Ich sehe das als Win-win-Situation.»

Das Kollektiv ist der Schlüssel zum Erfolg

Die Baumeister des aktuellen Erfolges sind die Spieler. Wirz sagt: «Wir haben keine Häuptlinge, sondern alles Indianer.» Dennoch hebt er den einen oder anderen hervor: «Unsere beiden starken Keepern Livio Blaser und Pascal Dommen sind sicher ganz wichtige Stützen. Auch unser Captain Philipp Arnold ist ein Denker und Lenker. Ich könnte viele Namen nennen, die zum guten Gelingen in jüngster Vergangenheit beigetragen haben.»

Was sagt der 26-jährige Captain Philipp Arnold, der in Steinhausen wohnt, über die Gründe für den Erfolg? «Wir haben einen breiten Kader und blieben vor Verletzungen verschont. Zudem haben wir ausgeglichene Linien und sind dadurch unberechenbar.» Wird die Leistung im EVZ wahrgenommen? «Es ist klar, dass in einem Profibetrieb der Fokus nicht bei uns liegt», sagt Arnold. «Wir haben aber schon Feedbacks bekommen von Verantwortlichen des EVZ aber auch vom Chef der Hockey Academy, Roland Schmid.»

In den Playoff-Achtelfinals, die am kommenden Samstag beginnen werden, trifft der EVZ auf die Eisbären St.Gallen. Als Gruppenerster geniessen die Zuger Heimvorteil. Der Trainer Alex Wirz sagt zur Ausgangslage: «Wir freuen uns auf die schönste Zeit der Saison und wollen in den Viertelfinal.»

Mehr zur 2.-Liga-Meisterschaft gibt es hier.