Der EVZ-Goalie Robin Meyer sagt: «Das waren lehrreiche Wochen»

Der 19-Jährige aus Holzhäusern hat eine bewegte Zeit in der ersten Mannschaft des EVZ hinter sich.

Michael Wyss
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Robin Meyers Vertrag in Zug läuft noch bis zum Frühjahr 2022.

Robin Meyers Vertrag in Zug läuft noch bis zum Frühjahr 2022.

Bild: Marc Schumacher/freshfocus (Olten, 7. Dezember 2019)

Die EVZ Academy hat in der Swiss League 26 Partien absolviert und kämpft als Tabellenzehnter um eine Playoff-Teilnahme. Die Hypothek auf das letzte Playoff-Ticket beträgt – bei einem ausgetragenen Spiel weniger als die Konkurrenz – zehn Punkte. Nur acht Einsätze bestritt bisher der Goalie Robin Meyer in der zweithöchsten Liga. Grund dafür sind nicht etwa schlechte Leistungen – im Gegenteil. Das 19-jährige Talent aus Holzhäusern durfte in den letzten Wochen mit der ersten Mannschaft des EV Zug trainieren und wurde zum Back-up hinter Luca Hollenstein. «Als sich Leonardo Genoni verletzte, wurde ich ins Fanionteam beordert. Ich durfte mit der ersten Mannschaft trainieren und mit an die Spiele. Das waren erlebnisreiche und lehrreiche Wochen für mich. Auch die Partien in der Champions Hockey League bleiben in positiver Erinnerung für mich», blickt er zurück.

Alles geht etwas schneller

Zum Einsatz im Fanionteam kam Meyer während Genonis Verletzung aber nicht. Das sei aber kein Problem, wie der Schlussmann betont: «Die Zeit wird kommen, wo ich mich in der höchsten Liga beweisen kann. Dass ich das überhaupt erleben konnte, war für mich wichtig. Ich habe nun an Erfahrung gewonnen. Etwas, dass mir niemand mehr nehmen kann.» Wo liegen die grössten Unterschiede zwischen der Swiss League und National League? «Die Schnelligkeit und das Umschaltspiel, alles geht einen Zacken schneller. Zeit zum Denken bleibt dir nicht viel.» Meyers Vertrag läuft noch bis Ende Saison 2021/22. Bis dahin will der 19-Jährige den Sprung in den National-League-Kader schaffen.

Stellt Meyer Fortschritte in der Academy-Equipe im bisherigen Saisonverlauf fest? «Wenn ich die Spiele zu Beginn der Saison mit den Partien der jüngsten Vergangenheit vergleiche, sind wir sicher in der Defensive stabiler geworden.» Er nennt ein Beispiel dafür: «Das erste Spiel der neuen Saison verloren wir gegen das Topteam Ajoie 3:8, danach noch 1:4 und zuletzt 1:5. Der Schlüssel zum Erfolg liegt sicher in der Defensive, denn im offensiven Bereich haben wir immer wieder Möglichkeiten, zum Torerfolg zu kommen.» Die 5:10-Niederlage in Olten Anfang Dezember war ein Ausreisser.

Vor Weihnachten heissen die Gegner der EVZ Academy noch Langenthal (Mittwoch, 19.45, Bossard-Arena), La Chaux-de-Fonds (Samstag, 19.45, Patinoire des Mélèzes), und Visp (Montag, 15.00, Bossard-Arena). «Wenn wir die Playoffs schaffen wollen, müssen wir auch Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte besiegen. Jeder Punktgewinn ist nun wichtig», weiss Meyer. Kein Wenn und Aber gibt es in den Duellen gegen die Playoff-Mitstreiter GCK Lions, Sierre, Winterthur und das abgeschlagene Schlusslicht Ticino Rockets. Meyer stellt klar:

«Dieser Gegner muss man besiegen, wenn man in die Playoffs einziehen will.»