Der Ex-Tennis-Profi Marco Chiudinelli zeigt in Baar seine Klasse

Der Davis-Cup-Sieger hat mit Vater Lorenzo das 17. Seniorendoppel im Tennisclub Baar gewonnen.

Marco Keller
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Lorenzo und Marco Chiudinelli vor dem Halbfinal gegen Jürg Kunz und Bruno Mutti vom TC Zug (von links).

Lorenzo und Marco Chiudinelli vor dem Halbfinal gegen Jürg Kunz und Bruno Mutti vom TC Zug (von links).

Bild: TC Baar/PD

Immer wieder kommen Cracks mit grossen Namen nach Baar. Der frühere Gstaad-Finalist Roland Stadler war schon mehrfach am Start, mit seinem Freund Max Baumann, dem langjährigen Präsidenten der Zuger Regionalvereinigung. Auch Enrique Escudero zierte schon das Feld, auch er ein ehemaliger Profi mit Ranking in den Top 300. Und nun also Marco Chiudinelli, seines Zeichens Davis-Cup-Sieger 2014, Halbfinalist an den Swiss Indoors 2009. Dort hatte er übrigens einen Satzball gegen Roger Federer, seinen Jugendfreund.

Nun war der 38-Jährige zusammen mit Vater Lorenzo als Stargäste mittels Wildcard angetreten, das Freibillett erhielten sie von Turnierleiter Erwin Flütsch. Die «Chiudis» verstehen sich neben dem Platz sehr gut, nun zeigten sie, dass sie auch auf dem Platz bestens harmonieren, und wurden ihrer Favoritenrolle in jeder Situation gerecht. Sie gewannen alle vier Spiele souverän, und konnten bei Bedarf immer einen Gang höher schalten.

Seine Autogramme sind gefragt

Im Halbfinal kam es zu einem Familientreffen: Die Chiudinellis besiegten Marcos Götti Jürg Kunz und dessen Partner Bruno Mutti. «Es war fast mein erster Turniersieg seit dem Davis Cup», witzelte der vor knapp drei Jahren zurückgetretene Baselbieter im anschliessenden Interview. Die Partien und das Gespräch fanden vor sehr gut gefüllten Rängen statt, die Gegenwart eines Davis-Cup-Siegers wollte sich niemand entgehen lassen. Die einstige Weltnummer 52 sammelte mit sympathischem Auftreten frei jeglicher Starallüren viele Bonuspunkte, posierte für viele Fotos und schrieb auch zahlreiche Autogramme.

«Es hat mir sehr gut gefallen, wenn ich wieder eine Einladung erhalte, komme ich gerne wieder», sagte Marco Chiudinelli schliesslich.