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Der Fussballclub Hünenberg gewinnt sein wichtigstes Spiel

Die Gemeindeversammlung spricht sich deutlich für die Sanierung des Kunstrasenspielfeldes aus – obwohl die Höhe der Investition Anlass zu Diskussionen gegeben hatte.
Rahel Hug
Der Marketing-Chef des FC Hünenberg, Christoph Stuber, zeigt den maroden Kunstrasen, welcher saniert werden muss. (Bild: Maria Schmid, 16. Mai 2018)

Der Marketing-Chef des FC Hünenberg, Christoph Stuber, zeigt den maroden Kunstrasen, welcher saniert werden muss. (Bild: Maria Schmid, 16. Mai 2018)

Für den FC Hünenberg stand an der Gemeindeversammlung vom Montagabend viel auf dem Spiel: Für einen Betrag von maximal 950000 Franken soll das Kunstrasenspielfeld im Ehret auf Vordermann gebracht werden. Ohne Sanierung wird der Platz für offizielle Meisterschaftsspiele gesperrt. «Es geht um die Zukunft unseres Vereins», sagte Vizepräsident Fritz Eggimann. «Wir haben heute Abend das letzte Heimspiel dieser Saison, und Verlieren ist verboten.» Um 21.15 Uhr stand fest: Der Fussballverein geht als Sieger aus der Gemeindeversammlung hervor. Mit nur wenigen Gegenstimmen sprachen sich die anwesenden Stimmberechtigten – 294 an der Zahl – für den Antrag des Gemeinderats aus.

Die Höhe der Investition hatte zuvor Anlass für Diskussionen gegeben. Verschiedene Vertreter der Ortsparteien wiesen zwar auf die wertvolle Jugendarbeit hin, die der FC Hünenberg leiste – forderten jedoch, dass der Gemeinderat auch andere Vereine unterstützen solle. «Der Betrag, den wir jetzt sprechen, weckt natürlich Begehrlichkeiten. Wir müssen schauen, dass andere Vereine nicht leer ausgehen», erklärte Pius Hürlimann von der SVP.

Kosten sind tiefer als ursprünglich geplant

Heinz Achermann von der CVP hielt fest, die Investition von fast einer Million Franken sei ein ­«dicker Brocken». «Wir erwarten vom FC, dass er Sponsoring- und Fundraising-Aktionen weiterführt.» Ins selbe Horn blies Jana Seinige von den Grünliberalen: «Es ist uns wichtig, dass die Gemeinde attraktiv für Familien bleibt. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, dass die Vereine Eigenverantwortung übernehmen.» Der GLP sei es ein Anliegen, dass der FC möglichst viel Geld selber beisteuere. Der Verein beteiligt sich mit mindestens 50000 Franken am Projekt.

Wie die Gemeindepräsidentin Regula Hürlimann ausführte, könnte die Sanierung des Rasens die Gemeinde etwas weniger als ursprünglich geplant kosten. Denn die neuste Offerte zeige, dass das Vorhaben günstiger realisierbar sei. Man rechnet aktuell mit Kosten von 870000 Franken. Für die Gemeinde bleibt ein Betrag von zirka 780000 Franken übrig, wenn man den Beitrag des FC und den Zustupf der kantonalen Sportförderung abzieht.

Weil in der Vergangenheit aufgrund des Fussballtrainings Schäden am benachbarten Pfadiheim entstanden sind und sich der FC um die Reparaturen nicht gekümmert habe, stellte Carlo von Ah den Antrag, die Gemeinde solle mit der Sanierung erst starten, wenn der FC Hünenberg diese Schuld beglichen habe. Die Anwesenden lehnten den Antrag ab, und Fritz Eggimann versprach: «Es sind Abklärungen im Gange. Der Fall liegt aktuell bei den Versicherungen.»

Bauarbeiten sollen Mitte Juli starten

Die Sanierung des Kunstrasenspielfeldes soll laut Vorlage «umgehend» vorgenommen werden. Der Gemeinderat rechnet mit einer Bauzeit von rund drei Monaten, wobei insbesondere die Belagsarbeiten in den Sommermonaten auszuführen seien. Es ist daher vorgesehen, mit den Bauarbeiten Mitte Juli 2018 zu starten.

Die Beschlüsse

Folgendes wurde an der Gemeindeversammlung in Hünenberg beschlossen:
Das Protokoll der Versammlung vom 11. Dezember wurde genehmigt;
Die Jahresrechnung 2017 wurde genehmigt;
Das Kreditbegehren für die Erneuerung der IT-Infrastruktur der Schulen und der Gemeindeverwaltung wurde genehmigt;
Der Investitionsbeitrag an den FC Hünenberg für die Sanierung des Kunstrasenspielfeldes wurde genehmigt;
Die Motion betreffend familienfreundliche Spielplätze in Hünenberg wurde nicht erheblich erklärt;
Die Interpellation betreffend Schliessung des Polizeipostens wurde beantwortet. (red)

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