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Leserbrief

Der geplante Halbanschluss bringt eine Verkehrslawine nach Rotkreuz

«Halbanschluss: Der Widerstand wächst», Ausgabe vom 3. November

Es gibt viele Anzeichen dafür, dass die Mehrheit der Einwohner der Gemeinde Risch nicht weiss, um was es bei dieser Richtplanänderung «Autobahn-Halbanschluss Buonaserstrasse» im Gesamtverkehrskonzept geht. Aufgrund dessen wurde an der Buonaserstrasse die Autobahnein- und Ausfahrt ausgesteckt und beschildert. Damit möchten wir (eingefleischte Rotkreuzer, welchen die Zukunft des Dorfes am Herzen liegt) die Bevölkerung informieren und sensibilisieren. Der Autoverkehr auf der Südseite der Bahnlinie soll in Zukunft den neuen Autobahnanschluss an der Buonaserstrasse benutzen. Das bedeutet eine massive Zunahme des Durchgangsverkehrs durch die 20er-Zone und Schulzone im Zentrum von Rotkreuz.

Insbesondere Schulkinder, Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums und die Menschen, welche den Rotkreuzer Dorfplatz queren, auf den Zug eilen oder die Sportplätze benützen, sind stark betroffen. Gemäss Berechnungen werden 650 Autos pro Stunde die Buonaserstrasse befahren. Der Halbanschluss Buonaserstrasse wird mehr motorisierten Verkehr anziehen und in allen vier Dörfern der Gemeinde Risch das Verkehrsproblem noch zusätzlich verschärfen. Diese Kantonsstrassen, vor allem im Zentrum von Risch, sind für diesen Mehrverkehr nicht ausgelegt. Zu viele Menschen der Gemeinde Risch wären in ihrer Lebensqualität durch eine weitere Verkehrs­lawine stark beeinträchtigt. Zudem entsteht eine starke Lärmbelastung in der Nähe der Wohngebiete von Risch, Buonas und Rotkreuz.

Die Gemeinde Risch Rotkreuz hat zirka 11000 Einwohner. Zwei Autobahneinfahrten und -ausfahrten stehen in keinem Verhältnis zur Bevölkerungszahl. Autobahnanschlüsse werden in der Schweiz vom Bund realisiert und finanziert. Hier aber wird sich der Kanton mit 50 bis 70 Prozent finanziell daran beteiligen. 15 bis 25 Millionen Franken sollen der Halbanschluss und der Bypass am Kreisel Forren kosten. Die Kosten für die flankierenden Massnahmen sind hier nicht eingerechnet. Der neue Halbanschluss ist nur 700 Meter von der bestehenden Ausfahrt entfernt. Das ist viel zu nahe. In der Schweiz sind die Ausfahrten mindestens 2 bis 3 Kilometer voneinander entfernt. In unserer schnell lebenden, digitalen, leistungsorientierten Welt ist der Ausgleich in der Natur immens wichtig. Daher braucht unsere Bevölkerung aus Risch-Rotkreuz dieses Naherholungsgebiet. Im Sijentalwald leben Tiere aller Art. Durch die immer stärkere Zersiedelung und Lärmbelastung ist die Artenvielfalt gefährdet.

Je mehr Strassen gebaut werden, desto mehr Verkehr gibt es. Im Durchschnitt sind heute nur 1,2 Personen in einem Auto unterwegs. Daher muss zwingend ein Umdenken stattfinden, sei es mit Carpooling (Gemeinschaftsfahrten), flexiblen Arbeitszeiten, Arbeiten von zu Hause aus, Benutzung und Förderung der öffentlichen Verkehrsmittel, Ausbau von Velowegen. Der Ausbau von weiteren Strassen ist kontraproduktiv und gefährdet die Zukunft der nächsten Generationen. Die Grüne Partei von Risch-Rotkreuz ist gegen den geplanten Halbanschluss Buonaserstrasse und sammelt zur Zeit Unterschriften für eine Petition. Jedermann kann diese Petition bis Mitte Dezember unterschreiben. Dies ist auch elektronisch möglich. Zudem besteht die Möglichkeit, zur geplanten Richtplanänderung im Mitwirkungsverfahren bis zum 18. Dezember Stellung zu nehmen.

Pius Hefti, Rotkreuz

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