Der Kanton lobt die Sportvereine für die Umsetzung der Schutzkonzepte

Seit dem 11. Mai sind Sporttrainings unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder möglich. Für die Umsetzung der nötigen Schutzkonzepte sind die Vereine respektive die Anlagenbetreiber zuständig. Die Erfahrungen der ersten Woche seien sehr positiv:

Raphael Biermayr
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Die Lockerungen im Sportbereich sind mit klaren Vorgaben verbunden. Im Breitensport dürfen Trainings nur in Kleingruppen mit maximal fünf Personen und ohne Körperkontakt stattfinden. Im Leistungssport sind unter gewissen Umständen grössere Gruppen oder Körperkontakt erlaubt.

Das kantonale Amt für Sport hat in der letzten Woche bei verschiedenen Trainings Besuche durchgeführt, um sich vor Ort ein Bild von der Umsetzung der Schutzkonzepte zu machen. Unterstützt wurde das Amt für Sport dabei von J+S-Expertinnen und -Experten. «Unsere Eindrücke sind dabei durchwegs positiv. Die Vereine haben ihren Trainingsbetrieb auf die neue Situation angepasst und halten die Vorgaben gut ein», führt Felix Jaray, Leiter Amt für Sport, in einer Mitteilung des Kantons Zug aus.

Mitarbeiter des Sportamts kontrollieren in den Trainings, hier bei den Steinhauser Volleyballerinnen.

Mitarbeiter des Sportamts kontrollieren in den Trainings, hier bei den Steinhauser Volleyballerinnen.

Bild: PD

Auch Teamsport ist mit Abstand möglich

Bei diesen Besuchen habe sich gezeigt: Auch Teamtrainings sind mit Einhalten der Abstandsregeln möglich. «Im Badminton verzichtet man dabei auf Doppelspiele, im Volleyball wird nicht geblockt und im Unihockey wird der Fokus auf Technikübungen gelegt», führt Jaray aus. Bei allen Trainings werden zudem stets die Personalien aller anwesenden Personen notiert. So kann im Fall einer Ansteckung nachverfolgt werden, mit wem die betroffene Person in Kontakt stand. Zudem wird darauf geachtet, dass alle Personen stets gründlich ihre Hände waschen. Die Umkleidekabinen und Duschanlagen bleiben allerdings vorerst geschlossen.

Doch nicht überall sind die Sportanlagen und Trainings wieder am Laufen: «Die Vorgaben betreffend Abstand sind je nach Sportart kaum einzuhalten. Vor diesem Hintergrund haben gewisse Vereine entschieden, ihren Betrieb noch nicht wieder aufzunehmen», wird Jaray in besagter Mitteilung zitiert.

Fussballer sind noch nicht wieder aktiv

Dies betreffe etwa die Zuger Fussballvereine: Diese warteten die Beschlüsse des Bundesrats vom 27. Mai ab, bevor sie entscheiden, ob sie ab dem 8. Juni wieder in die Trainings einsteigen werden. Im Leistungszentrum «On your Marks» (OYM) in Cham ist der Trainingsbetrieb am 11. Mai hingegen wieder aufgenommen worden. Das Schutzkonzept werde auch dort konsequent umgesetzt, wie sich Gesundheitsdirektor Martin Pfister bei einem Besuch persönlich vergewissern konnte. Er schildert:

«Man spürt hier sofort: Allen Sportlerinnen und Sportlern ist bewusst, dass sie dafür mitverantwortlich sind, weitere Ansteckungen zu vermeiden.»