Der Kanton Zug ist 2019 weniger stark gewachsen als in den Vorjahren

Die Bevölkerungszahl ist um 815 Personen auf insgesamt 127 612 Einwohner gestiegen. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung liegt unverändert bei 28,3 Prozent.

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Im Kanton Zug wurde und wird rege gebaut. 2019 sind im Vergleich zu den Wegzügen allerdings wenige Zuzüge verzeichnet worden.

Im Kanton Zug wurde und wird rege gebaut. 2019 sind im Vergleich zu den Wegzügen allerdings wenige Zuzüge verzeichnet worden.

Bild: Matthias Jurt

(bier) Mit einem Wachstum von 0,6 Prozent auf 127 612 Einwohner im Jahr 2019 hat sich das Wachstum gegenüber den vergangenen Jahren deutlich abgeschwächt und liegt im Vergleich zu den anderen Kantonen im Mittelfeld, teilt die kantonale Fachstelle Statistik mit. Sie erwähnt, dass es sich dabei noch um provisorische Zahlen handeln würde.

Gemäss den aktuell gültigen Bevölkerungsszenarien des Bundesamtes für Statistik aus dem Jahr 2016 werde der Kanton Zug in den in den nächsten Jahren weiter wachsen. Das Szenario geht für das Jahr 2030 von rund 141 300 Einwohnern aus. Aktualisierte Bevölkerungsszenarien werden voraus-sichtlich ab Ende Mai verfügbar sein.

Grosse Unterschiede zwischen den Gemeinden

Die Bevölkerungsentwicklung verlief 2019 innerhalb des Kantons sehr ungleich, heisst es weiter. Während sich die Einwohnerinnen- und Einwohnerzahl von Oberägeri um 2,7 Prozent erhöhte, ist sie in Neuheim um 0,9 Prozent zurückgegangen. Stärker als im schweizerischen Mittel (plus 0,7 Prozent) sind neben Oberägeri nur Cham (1 Prozent), Risch (1,2 Prozent) und Walchwil (1,3 Prozent) gewachsen.

Im Jahr 2019 zogen gemäss Angaben der Fachstelle 6080 Zuger in andere Kantone oder ins Ausland, 6379 Personen sind zugezogen. Der  sogenannte Wanderungssaldo von 299 macht knapp 40 Prozent des Bevölkerungswachstums aus. Die restlichen 60 Prozent (516 Personen) sind auf den Geburtenüberschuss (1294 Lebendgeburten, 778 Todesfälle) zurückzuführen. In den vergangenen Jahren war das Verhältnis jeweils umgekehrt und die Zuwanderung hatte eine grössere Bedeutung als der Geburtenüberschuss, heisst es in besagter Mitteilung weiter.

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