«Der Kanton Zug ist ein Velokanton der Extraklasse»

Zwei Kantonsräte stellten Fragen zum Veloverkehr im Kanton Zug. Mit einem Katalog machten sie die Regierung auf Schwachstellen aufmerksam.

Andrea Muff
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Ivo Egger (ALG/Baar) und Zari Dzaferi (SP/Baar) wollten von der Regierung mehr über die Förderung des Veloverkehrs für Arbeits- und Schulweg wissen und reichten deshalb eine Interpellation ein. Im Vorstoss stellten die beiden Kantonsräte Fragen beispielsweise zu Unfallzahlen, Schwachstellen im Velonetz und geplanten Verbesserungen bei schon beschlossenen Strassenprojekten. In seiner Antwort verwies der Regierungsrat einmal mehr auf das Mobilitätskonzept, das in Arbeit sei. Dieses werde dann auch Aussagen zum Veloverkehr enthalten.

Interpellant Zari Dzaferi dankte für die Antworten des Regierungsrates, auch wenn keine weitsichtigen Massnahmen darin enthalten seien. Er hoffe zudem, dass das Pilotprojekt Velolandschaft Stadtlandschaft Zug nicht nur eine Hochglanzbroschüre werde. «Das Velo als Verkehrsmittel wurde in den letzten Jahren zu wenig gefördert», sagte Dzaferi. Der von Pro Velo Zug erstellte Schwachstellenkatalog wurde von Ivo Egger dem Baudirektor übergeben. «Wir laden den Baudirektor gerne zu einer Velotour entlang der Schwachstellen ein», so Dzaferi weiter.

Regierung will Veloverkehr fördern

Adrian Risi (SVP/Zug) erzählte seine Ratskollegen, dass er während des Lockdowns fast alle der 256 Kilometer langen Radwege im Kanton Zug abgefahren habe. Sein Urteil: «Der Kanton Zug ist ein Velokanton der Extraklasse.» Baudirektor Florian Weber nahm den Ball auf und sagte: «Der Kanton macht viel für die Velofahrenden.» Der Veloverkehr steige und die Unfälle würden stagnieren. «Die Regierung will den Veloverkehr weiter erhöhen und fördern», so Weber. Er leugnete nicht, dass etwa die Durchgänglichkeit für die Velofahrer in Ballungszentren verbessert werden könnte.

Die Interpellationsantworten wurden zur Kenntnis genommen.

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