Der Kantonsrat steht hinter der Sanierung der Hofstrasse 15 in der Stadt Zug

Die Parlamentarier führten am Donnerstag die erste Lesung durch. Die Fraktionen und die Regierung stehen hinter dem Antrag der Kommission für Hochbau betreffend Planung eines zusätzlichen Stockwerks beim Neubau Ost.

Andrea Muff
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Das Gebäudeensemble an der Hofstrasse 15 soll saniert werden. Auch ein Neubau im Osten ist angedacht.

Das Gebäudeensemble an der Hofstrasse 15 soll saniert werden. Auch ein Neubau im Osten ist angedacht.

Bild: Maria Schmid (Zug, 27. April 2020)

«Der bauliche Zustand des Gebäudeensembles ist bedenklich schlecht», eröffnete der Präsident der Kommission für Hochbau Hubert Schuler (SP/Hünenberg) sein Votum. Im Gebäude Ost habe sich sogar Schimmel eingenistet. Neben der Instandsetzung der Hofstrasse 15 soll anstelle des östlichen Gebäudes einen Neubau geplant werden. Die Kommission will den von der Regierung vorgeschlagene Planungskredit von 5,7 Millionen Franken um 300 000 Franken erhöhen. Ein zusätzliches Stockwerk soll nämlich mitgeplant werden. Sämtliche Fraktionen und die Regierung standen hinter dem Vorschlag der Kommission.

Andreas Hausheer (CVP/Steinhausen) forderte als Präsident der Staatswirtschaftskommission (Stawiko) beim Baukredit mehr Verbindlichkeit bei den Plänen. CVP-Sprecher Heini Schmid (Baar) stiess ins gleiche Horn. So soll etwa die Verhandlungen mit der Stadt Zug umgehend aufgenommen und auch einem Gastrokonzept soll die notwendige Aufmerksamkeit gegeben werden. «Das Konzept soll beim Baukredit vorliegen», sagte Schmid und verwies im Hinblick auf die momentane wirtschaftliche Situation darauf, dass dieser so schnell wie möglich vorliegen soll.

Das Wünschbare vom Notwendigen trennen

SVP-Sprecher Karl Nussbaumer (Menzingen) fand, dass sich der Kanton ein zusätzliches Geschoss leisten könne. «Die SVP-Fraktion unterstützt den Antrag der vorberatenden Kommission.» Die Fraktion wünsche sich aber, dass die Baudirektion das Wünschbare vom Notwendige trenne und so der Baukredit tiefer ausfallen werde. Hanni Schriber-Neiger (ALG/Risch) freute sich über den weiteren Schritt an der Hofstrasse. «Wir unterstützen ein zusätzliches Geschoss», sagte sie. Auch Mario Reinschmidt (FDP/Steinhausen) lobte die ausgewogene Vorlage, die seine Fraktion unterstütze.

SVP-Kantonsrat Philip C. Brunner (Zug) war zwar mit dem Inhalt der Voten seiner Vorgänger einverstanden, stellte jedoch die Frage: «Wo sind die Vertreter der Stadt Zug?» Denn diese habe er vermisst. «Es geht hier doch um ein bedeutendes Projekt in der Stadt Zug.» Es sei wichtig, dass sich die Stadtzuger Kantonsräte mit solchen Projekten beschäftigen würden. «Sonst ergeht es uns wie beim ZVB-Hauptstützpunkt.» Brunner bezeichnete sein Votum als «Weckruf des Tages».

Laut Baudirektor Florian Weber wurde der voraussichtliche Baubeginn auf 2027 festgelegt. «Der ist aber nicht rechtlich bindend», erklärte er. Weber betonte, dass die Regierung sich hinter den Antrag der Kommission zur Aufstockung des Gebäudes Ost stelle. Damit endete die erste Lesung.

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