Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Seitenblick: Der kleine Knopf im Ohr

Redaktorin Rahel Hug über die kabellosen In-Ear-Kopfhörer
Rahel Hug
Rahel Hug. (Bild: Stefan Kaiser)

Rahel Hug. (Bild: Stefan Kaiser)

Ja, führen denn immer mehr Menschen Selbstgespräche, wenn sie unterwegs sind? Diesen Eindruck habe ich, wenn ich in Zug durch die Bahnhofshalle gehe oder in der Metalli auf Einkaufstour bin. Natürlich täuscht der Schein: Die Leute sind am Telefon – man sieht es nur kaum.

Es gibt sie nun schon eine ganze Weile, die Airpods, und gewiss: Sie bieten eine Menge Vorteile. Doch ich habe mich noch immer nicht an sie gewöhnt. Die kabellosen In-Ear-Kopfhörer sind so klein, dass sie je nach Modell fast im Ohr des Trägers oder der Trägerin verschwinden. Hat jemand langes Haar oder eine Kappe auf, sind sie sowieso unsichtbar. Entsprechend bin ich irritiert, wenn jemand lauthals diskutiert – ohne Gegenüber oder Handy am Ohr.

Ebenfalls sonderbar finde ich, wenn, vorwiegend Junge, gemeinsam unterwegs sind, miteinander plaudern, gleichzeitig aber ihre Knöpfe in der Ohrmuschel tragen. Läuft da dann noch Musik? Befindet sich gar ein weiterer Gesprächspartner in der Leitung? Oder sind die Stöpsel einfach nur modisches Accessoire oder Lifestyle-Produkt? Alle drei Gründe Airpods zu tragen, sind für mich nicht überzeugend, wenn man ja unter Leuten ist.

Da bleibe ich lieber bei den klassischen Kopfhörern mit Kabel, die, wenn aufgesetzt, signalisieren: Ich höre jetzt Musik und möchte nicht unbedingt gestört werden. Bin ich in menschlicher Gesellschaft, bleiben die Kopfhörer sowieso in der Tasche. Dann schmücken lediglich Ohrringe mein Gehörorgan – das sieht erst noch besser aus.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.