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Mads Borgens langer Weg zum grossen Ziel

Der in Walchwil wohnhafte Däne Mads Borgen hat beste Voraussetzungen, um seinen Traum vom Golfprofi zu verwirklichen.
Michael Wyss
Im Schweizer Ranking unter den Top 30 klassiert: Mads Borgen. (Bild: Maria Schmid, Holzhäusern, 30. Juli 2019)

Im Schweizer Ranking unter den Top 30 klassiert: Mads Borgen. (Bild: Maria Schmid, Holzhäusern, 30. Juli 2019)

«Paris, das ist ein Fernziel. Heute eine Vision, eines Tages vielleicht Wirklichkeit», kommt der 22-jährige Mads Borgen ins Schwärmen. Es ist die Antwort auf die Frage nach einer möglichen Teilnahme an den Olympischen Spielen 2024 in Frankreich. Qualifizieren können sich nur zwei Spielerinnen und zwei Spieler pro Land für dieses Highlight. «Der Weg ist weit, doch ich bin immer auch Realist und habe mir nur Ziele gesetzt, die ich auch erreichen konnte.»

Borgen, der sich als ruhig, hilfsbereit, zielorientiert und Teamplayer bezeichnet, ist leidenschaftlicher Golfspieler. Bereits sein Vater Anders übte diesen Sport hobbymässig aus. Sein Hobby entdeckte der in Walchwil wohnhafte Mads Borgen, der seinen Lebensunterhalt in ­Hünenberg in einem 80-Prozent-Pensum als kaufmännischer Mitarbeiter verdient, im Alter von 5 Jahren in Kopenhagen, wo er aufwuchs. «Es muss Liebe auf den ersten Blick gewesen sein. Das Golfen hat mich von Anfang an gepackt und ist heute für mich wichtiger Lebensinhalt. Ich befasse mich tagtäglich mit dieser Sportart und trainiere von Montag bis Sonntag. Der Golfplatz ist mein zweites Zuhause», lachte der sympathische Däne.

Borgen will Schweizer werden

«Mein Traum ist, eines Tages als Profi vom Golfsport leben zu können. Und dafür gebe ich alles.» Dass dem so ist, zeigt sein Programm. «Bevor ich zur Arbeit fahre, stehe ich bereits um 6.15 Uhr im Kraftraum. Am Nachmittag oder gegen Abend bin ich auf dem Golfplatz.» Und was macht er im Winter? «Ich gehe zum Langlauf, bin auch im Kraftraum anzutreffen und arbeite so an meiner Kondition und Fitness. Ich stand schon drei Mal beim Engadin Skimarathon. am Start.» Der Nordländer ist seit 2014 Mitglied des Golfclubs Ennetsee, der beim Golfpark Holzhäusern Risch-Rotkreuz beheimatet ist. Auch seine Geschwister Kathrine (19) und Julie (14) spielen im gleichen Club. Borgen, der in zwei Jahren den Schweizer Pass beantragt, hat schon unzählige Erfolge in der Schweiz und im Ausland feiern können. Pro Jahr bestreitet er acht Turniere in der Schweiz, die mit Amateuren und Profis besetzt sind. «Ich starte jeweils in der Amateur-Kategorie. Das heisst aber nicht, dass ich nur gegen Amateure spiele, es sind auch Profis dabei.» Im Ausland startet er bei zwölf Turnieren. Diverse Podestplätze und Top-10-Rangierungen zieren sein Palmarès. Das Highlight des Jahres ist jeweils das Turnier am Genfersee in Gland (VD). «Der Platz beim Golfclub Domain Impérial ist meine Lieblingsanlage. Direkt am See gelegen ist sie wunderschön, eingebettet in ländliche Idylle.»

Kunststück gleich zweimal geschafft

Einen grossen Traum hat sich Borgen bereits erfüllt. Der Wunsch eines jeden Spielers ist ein sogenannter Hole-in-one (nur ein Schlag zum Einlochen) bei einem Turnier. Das war 2015 auf dem Dietschiberg in Luzern über eine Distanz von 211 Metern. «Das gelingt den Wenigsten. Es gibt sogar Profis, die das nie schaffen», so Borgen. Er schaffte es bereits zwei Mal: Auch in Amerika gelang ihm dieses Kunststück auf eine Distanz von 187 Metern. Der Däne träumt auch vom 4-Tages-Turnier, welches jeweils in Georgia (USA) stattfindet. «Der in Georgia beheimatete Augusta National Golf Club veranstaltet jährlich das Major Turnier The Masters. Dort zu spielen, wäre wunderbar.» Die Teilnahme an der Schweizer Meisterschaft war bisher als Ausländer nicht möglich. «Deshalb möchte ich so schnell wie möglich Schweizer werden. In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Eines für mein Mutterland, das andere für die Schweiz, wo ich lebe und meine Zukunft sehe.» Aktuell ist Borgen im Schweizer Ranking unter den Top 30 klassiert.

Ein Golfball als Glücksbringer

Welche Ziele hat er in diesem Jahr noch? «Ich wurde in den letzten beiden Jahren Clubmeister beim Golfclub Ennetsee. Diesen Titel will ich im Herbst verteidigen. Zudem möchte ich im September in Dänemark an einem Profiturnier starten. Borgens Vorbild ist Tiger Woods. «Ja, der Amerikaner inspiriert mich. Er stand zuoberst, fiel tief und kam wieder zurück. Auch mein Landsmann Thomas Björn ist ein Vorbild für mich. Ich bekam von ihm einen Ball bei einem Turnier in Dänemark, wo ich mit meinem Vater als Zuschauer dabei war. Ich war damals sieben Jahre alt. Den Ball habe ich zu Hause, er ist mein Glücksbringer.»

Unterstützt wird Borgen von einem Team bestehend aus Nikolas M. Baer (Trainer), Fabienne In-Albon (Mentaltrainerin), Werni J. Gisler (Mentaltrainer), Christoph Baggenstos (Ernährungsberater) und Dominik Eberle (Kraft/Athletik). «Auch meine Familie ist eine grosse moralische Stütze, genauso wie mein Club und Arbeitgeber, der sehr kulant ist.»

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