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Der letzte Baustein von Hans-Peter Strebels Sportzentrum-Vision ist gesetzt

Der Kanton Zug hat mit dem OYM-College in Cham eine neue Schule. Die dort Lernenden sind gleich auf zwei Ebenen gefordert.

Marco Morosoli
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Der Zuger Regierungsrat Stephan Schleiss bei der Eröffnung des OYM (links), mit OYM-Initiant und Bauherr Hans-Peter Strebel sowie Claudia Gasser, welche die Sponsorin UBS vertritt.

Der Zuger Regierungsrat Stephan Schleiss bei der Eröffnung des OYM (links), mit OYM-Initiant und Bauherr Hans-Peter Strebel sowie Claudia Gasser, welche die Sponsorin UBS vertritt.

Bild: PD/Jan Pegoraro

Das hat sich der OYM-Bauherr und EVZ-Präsident Hans-Peter Strebel etwas anders vorgestellt. Im Frühjahr war der 70-Jährige bereit, um die Startposition einzunehmen und gleich loszulegen. Getreu seinem Leitspruch «On Your Marks» (OYM). Das heimtückische Coronavirus hat dann all die minutiöse Planung der Betreiber des Sportzentrums in Treibsand verwandelt. Doch wer Hans-Peter Strebel kennt, der weiss: Es muss auch so weitergehen.

Mit Fachleuten sind Konzepte entstanden, mit denen der Betrieb unter Beachtung aller hoheitlichen Vorgaben abwickelbar und der so flexibel gestaltet ist, dass Veränderungen keinen Stopp bedeuten. Der EVZ trainiert seit Mitte Juni im OYM in Cham. Auch andere Kunden können mittlerweile ihr Programm durchziehen.

Absolventen sind auch Vorbilder

Am Freitag hat nun der OYM-Bauherr Strebel noch der letzte Baustein gesetzt und das OYM-College eröffnet.

Eine Trainingshalle im Spitzensport-Zentrum «OYM»
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Die Trainings- und Gerätehalle
Ein Schweizer Frauenhandball Nachwuchs Team trainiert in der Sporthalle für Hallensport im «OYM»
Der Eingangsbereich im Spitzensport-Zentrum «OYM»
Der Apotheker und Wissenschaftler Hans-Peter Strebel, genannt HP Strebel, während eines Rundganges durch das Spitzensport-Zentrum «OYM»
Eine Lounge für die Sportler

Eine Trainingshalle im Spitzensport-Zentrum «OYM»

KEYSTONE/URS FLUEELER

Im kleinen Rahmen, wie es das Coronavirus derzeit verlangt. Der EVZ-Präsident hat es sich nicht nehmen lassen, ein Band durchzuschneiden, mit dem er sich gleichzeitig auch von seinen Gästen sachgemäss distanzieren konnte. Der Zuger Bildungsdirektor und Landammann Stephan Schleiss sagte hinterher: «Sport und Bildung passen gut zusammen.» In beiden Bereichen würden, so Schleiss, Höchstleistungen erbracht. Dies sei eine Grundvoraussetzung im OYM. Die dortigen Absolventen würden nicht nur für sich trainieren, sondern spielten auch als Vorbilder eine wichtige Rolle. Im OYM-College, das nach dem Modell der Mittelschule Engelberg entwickelt wurde, haben jetzt Gymnasiasten den Lernbetrieb aufgenommen. In Sachen Ausbildung gibt es schon einen zweiten Jahrgang. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die Wissensvermittler im QYM Coaches heissen. Ob sie auch so laut werden wie ihre Namensvetter auf dem Eis oder in der Turnhalle?

Insgesamt sind die OYM-Schüler in elf Sportarten aktiv, wobei rund 50 Prozent der Sportler Eishockey oder Handball spielen. Der Schule stehen rund 1000 Quadratmeter zur Verfügung.

Eine Lounge für die Sportler.
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Das für Spitzensportler ausgerichtete Restaurant
Ein Saal für Veranstaltungen.
Der Schweizer Damen-Handball Nachwuchs trainiert in der Sporthalle
Der Schweizer Damen-Handball Nachwuchs trainiert in der Sporthalle
Der Eingangsbereich im Spitzensport-Zentrum.
Blick auf die Laufbahn und Fitnessgeräte, sowiet das Auge reicht.
Die Sporthalle bietet der Schweizer Handballfrauen optimale Bedingungen.
Die Eishockey-Schussanlage mit Kunststoffeis.
Die Eishockey-Trainingshalle
Ein Zimmer in der Unterkunft
Ein Schulzimmer im Spitzensport-Zentrum
Blick in die Sporthalle
Blick in eine Trainingshalle.
Blick in die Sporthalle
Hans-Peter Strebel bei den Fitnessgeräten.
Fitnessgeräte soweit das Auge reicht.
Aussenansicht des Spitzensport-Zentrum
Aussenansicht des Spitzensport-Zentrum

Eine Lounge für die Sportler.

Bild: Urs Flüeler / Keystone

Frontalunterricht gibt es im OYM in Cham nicht mehr. Für den Bauherrn der einzigartigen Anlage «ein wichtiges Zeichen für die Zukunft». Die jungen Talente seien einerseits der Motor für «Fortschritt im Sport». Gleichzeitig sollen die jungen Erwachsenen auch das Rüstzeug für die Zeit nach dem Spitzensport vermittelt erhalten. Ein Exponent der UBS, welche den Schulbetrieb unterstützt, sagte, die jungen Gymnasiasten würden Werte vertreten, welche auch bei der UBS-Ausbildung zentral seien: «Disziplin, Innovation, Sportsgeist.» Sie sind ja letztendlich nicht einfach zum Spass im Chamer Sportzentrum der Superlative. Dem OYM-CEO Thomas Iten gefällt derweil der «Spirit, den die jungen Leute ins OYM bringen». Wenn es weiter so tönt, hat auch Hans-Peter Strebel grosse Freude in der so schwierigen Zeit seines EVZ wie im Allgemeinen.