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Kommentar

Der Markt bestimmt …

Die Zuger Richtplanung gibt zu diskutieren. Das Problem ist die Verdichtung nach Innen und deren Grenzen.
Harry Ziegler
Harry Ziegler, Chefredaktor der Zuger Zeitung.

Harry Ziegler, Chefredaktor der Zuger Zeitung.

… in Sachen Raumpolitik eben nicht. Denn wäre das so, würde dort gebaut, wo Nachfrage besteht. Eine Studie der Universität Bern, die in der NZZ vom 28. Juni 2018 zitiert wird, zeigt auf, dass die ökonomische Lehre von Angebot und Nachfrage in der Raumpolitik ausgehebelt wird. Würde dort gebaut, wo hohe Preise wegen starker Nachfrage herrschen – in der Regel im bestehenden Siedlungsgebiet –, stiege das Angebot. In der Folge müssten nach ökonomischem Lehrsatz die Preise sinken. Tun sie aber nicht. Die Studie der Uni Bern stellt nämlich fest, dass ein Anstieg von Miet- oder Eigentumspreisen keine genügende Angebotserweiterung nach sich zieht.

Warum das? Die Studie begründet dies damit,dass durch raumplanerische Regulierungen das Bauen von Wohnraum in Gebieten mit hoher Nachfrage verteuert oder gar verhindert wird. Diese Problematik scheint der Zuger Regierung bewusst. Deshalb dürfte sie für die Beratung der Richtplananpassung im Kantonsrat in die Vorlage geschrieben haben, dass «die Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung durch Verdichtung innerhalb des bestehenden Siedlungsgebiets überschritten werden» können.

Dieser Satz wurde in der Beratung gestrichen,worauf alle Zuger Gemeindepräsidenten reklamierten und Rückkommen verlangten. Sie haben erkannt, dass dieser Satz, die vom eidgenössischen Raumplanungsgesetz geforderte Verdichtung nach innen sowie die Nachfrage nach zentralem Wohnraum erfüllen könnte. Auch wenn der Richtplan nur in Grundzügen festlegt, wo und wie die Entwicklung einer Stadt, eines Dorfes erfolgen soll: Mit der Wiederaufnahme der Bestimmung ins Regelwerk gewährt der Kantonsrat den Gemeinden den benötigten Entwicklungsspielraum.

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