Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Der Menzinger Steuerfuss soll nachhaltig sinken

Der Gemeinderat budgetiert 2020 einen Überschuss. Das und die guten Aussichten machen eine Steuersenkung möglich.
Harry Ziegler
Blick in ein Schulzimmer des Schulhauses Finstersee. Bild: Maria Schmid (Menzingen, 4. Mai 2016)

Blick in ein Schulzimmer des Schulhauses Finstersee. Bild: Maria Schmid (Menzingen, 4. Mai 2016)

Menzingens Finanzen präsentieren sich in guter Verfassung. Und das dürfte auch in absehbarer Zukunft so bleiben. Deshalb beantragt der Gemeinderat eine Senkung des aktuellen Steuerfusses von 71 Prozent einer Einheit auf 67 Prozent einer Einheit. Ebenso soll zusätzlich der bestehende Steuerrabatt von zwei Prozent einer Einheit für das Jahr 2020 fortgeführt werden. Der Steuerrabatt ginge zu Lasten der Steuerausgleichsreserve. «Diesen Rabatt wollen wir auf Zusehen hin beibehalten», sagt Gemeindepräsident und Finanzvorsteher Andreas Etter.

Der Gemeinderat rechnet laut Medienmitteilung mit weiterhin positiven finanziellen Rahmenbedingungen. So geht er bei den Steuererträgen von einem jährlichen Wachstum von 1,7 Prozent aus. Auch deshalb soll «der reduzierte Steuerfuss von 67 Prozent nachhaltig sein». Denn: «Die Steuerprognosen weisen auf eine optimistische Budgetierung der Einkommens- und Vermögenssteuern der natürlichen Personen hin», so der Gemeinderat. Allerdings dürften die Steuereinnahmen juristischer Personen auf bescheidenem Niveau stabil bleiben. Das liege laut Gemeindepräsident Etter daran, dass in Menzingen nur wenige KMU zu Hause sind.

Entlastend wirkt der Wechsel von der heute degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode. Diese gilt ab 2021 und sorgt dafür, dass sich die Abschreibungsbeträge reduzieren. Allerdings werden neu jährliche Abschreibungen für das Schulhaus Finstersee hinzukommen. Die Arbeiten für das Schulhausprojekt «Sanierung plus» im Ortsteil Finstersee sollen nun beginnen. Dazu wird an der Gemeindeversammlung vom 27. November ein Verpflichtungskredit von zwei Millionen Franken beantragt. «Die Selbstfinanzierung beträgt 2,7 Millionen Franken, was einem Selbstfinanzierungsgrad von 254 Prozent gleichkommt», teilt die Gemeinde mit. Investiert wird im kommenden Jahr auch im Strassen- und Abwasserbereich. Die Investitionen können also zur Gänze aus eigenen Mitteln finanziert werden.

Moderat steigende Kosten

Für das kommende Jahr rechnet die Gemeinde Menzingen bei einem Ertrag von 25,9 Millionen Franken und einem Aufwand von 25,6 Millionen mit einem Gewinn von insgesamt 300000 Franken. Auch enthält das Budget 2020 zusätzliche Abschreibungen über 700000 Franken. «Ohne Berücksichtigung der ausserordentlichen Aufwände und Erträge resultierte ein Gewinn von 800000 Franken», steht in der Medienmitteilung der Gemeinde zum Budget 2020.

Der Gemeinderat rechnet neben den linearen Abschreibungen für das Schulhaus Finstersee ab 2024 mit weiteren Abschreibungen für Investitionen in die Schulinfrastruktur. Für die Finanzplanjahre bis 2024 sind laut Etter dafür total 12 Millionen Franken eingestellt. «Ebenfalls negativ in die Planung fallen die allgemein steigenden Kosten im Gesundheitswesen», schreibt der Gemeinderat weiter. Der Finanzplan geht gesamthaft von moderat steigenden Kosten aus – eine bewusste Ausgabendisziplin vorausgesetzt.

Hinweis: Die Gemeindeversammlung findet statt am Mittwoch, 27. November, 20 Uhr, im Zentrum Schützenmatt in Menzingen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.