Der Mythos um die Schlacht am Morgarten

Zum 697. Mal wurde am Donnerstag in der Schornen am Morgarten die Jahrzeit der Schlacht von 1315 gefeiert. Mit viel Pathos, aber auch Nachdenklichem.

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An der Schlachtjahrzeit dürfen die Kantonsfahnen nicht fehlen, im Bild Satteler Schulkinder. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)

An der Schlachtjahrzeit dürfen die Kantonsfahnen nicht fehlen, im Bild Satteler Schulkinder. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)

Fürs Nachdenkliche sorgte der Zuger Landammann Matthias Michel. Er sprach an der Gedenkfeier. Für Michel ist klar, dass Morgarten den Kantonen Schwyz und Zug viel bedeute. Und obwohl man meine, den Schlachtort oder den Schlachtverlauf oder die Gründe, die zur Schacht führten genau zu kennen, werden diese Gewissheiten durch die moderne Geschichtsforschung doch in Frage gestellt. Die Frage sei, ob man dieses neue Wissen zur Kenntnis nehme wolle, oder ob es doch zu viel sei, um diese Feier unbelastet zu organisieren. Die Antwort auf die Frage sei letztlich nicht massgebend. Wichtig seien nämlich die Mythen, die sich um diese Schlacht ranken. Die Werte, die sich daraus ableiten, seien wichtig für die Nation.

Der 55-jährige Bruno Laimbacher aus Küssnacht sicherte sich am 56. Historischen Pistolenschiessen mit 56 Punkten die Bundesgabe. Damit erreichte er das zweitbeste Tagesresultat. Vor ihm lag mit 57 Punkten Paul Stettler aus Thun. Insgesamt traten 1605 Schützen an.

red