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Der Name ist Programm in der Fotoaustellung im Kunstkiosk Baar

Im Kunstkiosk Baar lässt sich aktuell die Austellung Derrière entdecken. Die Fotoausstellung von Silvia Feusi Bopp zeigt 33 Persönlichkeiten aus einem ganz speziellen Blickwinkel: von hinten.
Oliver Müller
Silvia Feusi Bopp ist fasziniert von der Rückseite der Menschen. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 9. November 2018))

Silvia Feusi Bopp ist fasziniert von der Rückseite der Menschen. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 9. November 2018))

Die Portraitaufnahmen von Silvia Feusi Bopp im Kunstkiosk haben einen ganz speziellen Blickwinkel. Porträtiert sind rund 33 bekannte und unbekannte Persönlichkeiten – jedoch nicht von vorne, sondern von hinten. Durch die ungewohnte Porträtperspektive schafft Feusi Bopp eine ganz spezielle Bildintensität mit viel Eigenständigkeit. «Erstaunlich, wie viele Personen man erkennt», meint Beat Holdener, Ausstellungsbesucher aus Zug, «obwohl die Porträtierten nur von hinten sichtbar sind.»

Abgelichtet hat die Baarer Fotografin vor allem Hinterköpfe aus der Region. Gewisse Bilder knipste Silvia Feusi Bopp ganz unverhofft und teilweise sogar heimlich im Alltag, andere wiederum sind bewusst inszeniert. «Die Fotoprotagonisten sind oft tatsächlich etwas unverkrampfter, wenn nur ihr Hinterkopf abgelichtet wird», stellt Feusi Bopp fest und blickt zufrieden auf ihre ausgestellte Selektion.

«Schon als Kind war ich fasziniert von der Rückseite der Menschen und liess meinen Blick immer viel zu lange auf den einzelnen Personen weilen.» Die Neugier, ob Hinterkopf und Gesicht zusammenpassen und welche Persönlichkeit sich dahinter verbirgt, ist der Fotografin bis heute geblieben. «Es hat mir einfach Spass gemacht, dieses Projekt angehen zu können», meint Feusi Bopp und ergänzt, «eine tiefenpsychologische Deutung ist deshalb nicht notwendig.»

Wie die eigene Stimme

Durch die umgekehrte Porträtperspektive gewährt die Baarer Fotografin aber auch den Porträtierten einen ganz speziellen Eindruck. Die Rückenansicht ist einem selber oftmals fremd. Für Elvira Meierhans aus Steinhausen, die sich selber auf einem Bild entdeckt, ist es deshalb ein ganz spezielles Erlebnis. «Es fühlt sich in etwa so an, wie wenn man seine eigene Stimme das erste Mal hört. Es ist einem etwas fremd.»

Im kleinen, intimen Kunstkiosk mitten in Baar kommen die nahen, quadratischen Porträtaufnahmen denn auch ideal zur Geltung. «Die Ausstellung inszeniert einen Blickwinkel, dem oft wenig Beachtung geschenkt wird», schwärmt Maria Greco, Präsidentin des Kunstkiosks. So war für sie auch klar, dass «Derrière» unbedingt im kleinen Häuschen gezeigt werden muss. «Wir wollen hier vor allem die etwas anderen Ausstellungen hervorheben, das Werk von Silvia passt deshalb perfekt.»

Wer die von Silvia Feusi Bopp porträtierten Personen sind, soll hier übrigens bewusst nicht verraten werden, gilt es doch an der Ausstellung auch, die Hinterköpfe fleissig zu erraten.

Zu sehen ist die Fotoausstellung bis zum 2. Dezember, immer samstags zwischen 11 und 15 Uhr. Mehr Infos unter: www.kunstkiosk-baar.ch

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