Der neue Wirt im Ägeribad muss sich gedulden

Das eröffnete Ägeribad richtet sein Restaurantkonzept neu aus. Gegenwärtig hat es allerdings geschlossen.

Raphael Biermayr
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Herbert Reichmuth zeichnet im Ägeribad noch für das Restaurant Lago verantwortlich.

Herbert Reichmuth zeichnet im Ägeribad noch für das Restaurant Lago verantwortlich.

Bild: Maria Schmid (Oberägeri, 13. März 2020)

Nur eineinhalb Jahre nach der Eröffnung des Ägeribads hat das dortige Restaurant Lago einen neuen Wirt. Herbert Reichmuth fällt die Aufgabe zu, für mehr Umsatz im Lokal zu sorgen. Dies natürlich erst nach der Wiedereröffnung des Bads: Das Ägeribad ist wegen der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus seit dem vergangenen Samstag bis auf weiteres geschlossen. Das gilt auch für das «Lättich» in Baar und die Hallenbäder in Zug und Cham.

Der Umsatz im «Lago» fiel bislang offensichtlich zu tief aus. Jedenfalls erwähnt der Geschäftsführer des Bads, Tobias Herger, als Grund für den Wechsel des Wirts auch die Auslastung des Restaurants. Die Verantwortlichen forderten deshalb eine Neuausrichtung. Der vorherige Wirt Thomas Mühlheim sei angefragt worden, ob er diese umsetzen wolle. Diese sieht gemäss Herger zum Beispiel die Kindergeburtstagsfeiern oder Musikabende im «Lago» vor. «Gäste traten mit diesen Wünschen an uns heran», sagt Herger. Thomas Mühlheim sei nicht hinter den angestrebten Änderungen gestanden und habe das Bad deshalb verlassen.

Die Stelle war nicht ausgeschrieben

Sein Nachfolger Herbert Reichmuth steht den neuen Plänen offen gegenüber. Das gilt auch für das Bestreben, beim Einkauf der Produkte vermehrt auf lokale Lieferanten anstelle des Grosshandels zu setzen. Die Stelle als Wirt im Ägeribad, das zum Grossteil von den Gemeinden Unter- und Oberägeri getragen wird, war nicht ausgeschrieben. Reichmuth sei durch «interne Connections» gefunden worden, führt Tobias Herger aus. Durch die Änderungen sollen vor allem auch externe Gäste stärker angesprochen werden. Denn die Herausforderung bei der Führung des «Lago» besteht darin, sowohl für Badegäste als auch für Passanten und andere attraktiv zu sein.

Jetzt fehlen nur noch die Gäste im fertigen Ägeribad

Die Schwimmbecken sind gefüllt, der Kaltwassereimer im Wellnessbereich ebenfalls. Für Pius Meier von der Ägeribad AG geht damit eine arbeitsintensive Zeit vorbei – für Geschäftsführer Stefan Schlatter beginnt eine weitere.
Carmen Rogenmoser