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Der «Platzhirsch» startet ein Pilotprojekt

Die Forderung nach mehr Leben in der Zuger Altstadt ist eine altbekannte, getan wurde bislang jedoch kaum etwas. Ein Stadtzuger Gastronomiebetrieb testet nun auf dem Hirschenplatz ein neues Konzept.
Laura Sibold
Die direkte Nachbarschaft hatte schon im vergangenen Jahr Zugang zu den Tischen und Bänken, nun auch ein grösserer Kreis. (Bild: PD)

Die direkte Nachbarschaft hatte schon im vergangenen Jahr Zugang zu den Tischen und Bänken, nun auch ein grösserer Kreis. (Bild: PD)

Die Idee sei ihm vor rund einer Woche gekommen, erinnert sich Christoph Schmid, Inhaber und Geschäftsführer der Weinbar Platzhirsch an der Zeughausgasse 10. Da habe ein Treffen der IG Altstadt Zug stattgefunden, dem sämtliche Interessenvertreter wie auch Stadtpräsident Karl Kobelt beiwohnten. «Es ging einmal mehr um die Belebung der Altstadt. Eine Firma stellte ein Konzept für mehr Leben in der Innenstadt vor, und es wurde viel diskutiert. Doch wirklich etwas zur Belebung beigetragen hat bisher kaum jemand», bedauert Christoph Schmid. Aus diesem Grund startet der Baarer Gastronom per sofort ein neues Projekt. Auf dem Hirschenplatz, gleich neben dem Schwarzmurerbrunnen, sind schon länger sechs Tische samt Bänken aufgestellt, auch Sonnenschirme sind vorhanden. Diese Infrastruktur steht der Bevölkerung nun von Montag bis Freitag ganztags zur Verfügung.

Platz, um die Mittagszeit zu geniessen

Erst abends, sobald die Weinbar öffnet, sind die knapp 60 Sitzplätze wieder den Restaurantgästen vorbehalten. «Das Gebiet rund um den Hirschenplatz ist eines der schönsten Quartiere der Stadt. Es soll daher auch mehr genutzt werden», betont Schmid. Er freue sich zudem, wenn die Besucherinnen und Besucher auch einmal eines der Geschäfte in der Altstadt besuchen, da gebe es viel zu sehen. Das Platzhirsch-Team macht auch über Social Media auf das neue Projekt aufmerksam. Ein Facebook-Post vom Mittwoch erreichte innert kürzester Zeit über 18 000 Personen, führte zu 7000 Interaktionen und erhielt viele Kommentare voller Lob. Man sei von der grossen Resonanz etwas überrumpelt worden, freue sich aber sehr, heisst es beim Gastronomiebetrieb. Der erwähnte Facebook-Beitrag legt dar, dass viele Leute einen Platz vermissen, wo man sich zur Mittagszeit aufhalten könne, ohne etwas dort Gekauftes konsumieren zu müssen. Diese Lücke wolle man nun füllen, wünsche sich im Gegenzug allerdings, dass die Besucher respektvoll mit dem Mobiliar umgehen und ihren Abfall entsorgen. Auch Putzlappen, um die Tische zu reinigen, sind vorhanden. Bereits im vergangenen Jahr hat der «Platzhirsch» der unmittelbaren Nachbarschaft Tische und Bänke zur Mitbenutzung zur Verfügung gestellt. Das sei jeweils rege genutzt worden, und man habe keinerlei Probleme gehabt. Daher werden die Sitzgelegenheiten nun einem grösseren Kreis zugänglich gemacht. Da die Tische und Bänke auf der Pachtfläche der Weinbar stehen, war zudem keine zusätzliche Bewilligung durch die Stadt notwendig.

Der «Platzhirsch» selber bleibt tagsüber weiterhin geschlossen. Christoph Schmid schliesst allerdings nicht aus, dass sich dies ändern könnte. «Falls sich im Laufe der Wochen zeigt, dass ein Bedürfnis da ist, können wir uns zum Beispiel mittags ein Kaffeeangebot vorstellen», so der Geschäftsführer. Grundsätzlich gehe es ihm aber nicht ums Geschäft, sondern um die Belebung der Altstadt. Das ständige Jammern über fehlendes Leben, ohne etwas dagegen zu unternehmen, habe ihn gestört, gibt der Baarer zu. Er wolle nun etwas Initiative zeigen, damit hoffentlich viele Leute mit neuen Ideen nachziehen.

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