Der Pleitegeier kreist über dem Kanton Zug

Im letzten Jahr hat der Konkursrichter des Kantons Zug 513 Konkurse eröffnet - 49 mehr als im Vorjahr. Die Forderungen gegenüber dem Vorjahr stiegen deutlich an.

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Von den 513 Konkurse sind 264 auf einen sogenannten Organisationsmangel zurückzuführen. Dieser führt zu konkursamtlichen Liquidation, falls er nicht rechtzeitig behoben wird. Dabei geht es um Gesellschaften, deren Organe nicht gesetzmässig besetzt sind. Markus Spiess, Leiter Konkursamt des Kantons Zug prognostiziert: «Der Trend mit Konkursgrund Organisationsmangel als Ursache wird wohl im 2011 anhalten; ab 2012 ist eine Abschwächung möglich.»

Der Gesamtbetrag, für die im Jahr 2010 ein Verlustschein ausgestellt wurde, belief sich auf rund 266 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es noch rund 176 Millionen Franken. Die Zahl der wegen Überschuldung eröffneten Konkurse ist jedoch leicht gesunken. Waren 2009 noch 283 Verfahren wegen Überschuldung am laufen, waren es im letzten Jahr noch 249.

Insgesamt hat der Konkursrichter mit den 323 pendenten Verfahren aus dem Vorjahr rund 836 Fälle zu beurteilen.

pd/rem