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Der SC Cham und die AC Bellinzona trennen sich torlos

Beim 0:0 in der Promotion League gegen Bellinzona zeigt der Sportclub, dass er körperlich stärker ist als in früheren Saisons. Die Tessiner befinden sich derweil auf einem weiten Weg zurück zu altem Glanz.
Raphael Biermayr
Chams Cyrill Gasser (links) und Siyar Doldur im Duell um den Ball. (Bild: Werner Schelbret (29. August 2018))

Chams Cyrill Gasser (links) und Siyar Doldur im Duell um den Ball. (Bild: Werner Schelbret (29. August 2018))

Ein Hauch von Nostalgie wehte am Mittwoch durch das Chamer Eizmoos. Mit der AC Bellinzona war ein ehemaliger Schweizer Meister zu Gast. Nun gut, das ist eine ganze Weile her: 1948 waren die Nordtessiner die Nummer eins des Landes.

Aber es gibt auch jüngeren Ruhm. Vor zehn Jahren waren die Tessiner in ganz anderen Fussballsphären unterwegs gewesen. Sie qualifizierten sich für die erste Runde im Uefa-Cup. Dort unterlagen sie im Hinspiel dem Millionärsensemble von Galatasaray Istanbul in einem denkwürdigen Match mit 3:4 und schieden später aus.

Am Mittwoch hiessen die Gegenspieler nicht Shabani Nonda, Milan Baros und Harry Kewell, sondern Célien Wicht, Roman Herger und Jan Loosli. Aber natürlich suchte man auch bei den Bellenzern, die gerade erst in die dritthöchste Spielklasse zurückgekehrt sind, die grossen Namen vergeblich.

Ein Lattenschuss als Höhepunkt

Die grossen, also mitreissenden Szenen waren am Mittwoch lange Zeit ebenso wenig auszumachen. Zwei Ausnahmen gab es, beide durch den SC Cham geschaffen. Zunächst schoss Roman Herger nach dem einzigen zusammenhängenden Angriff der ersten Halbzeit an die Latte (45.). Dann traf Dejan Jakovljevic im Anschluss an einen sehenswerten Konter den Ball im Strafraum nicht wunschgemäss (66.).

Es war durchaus dem Spielverlauf entsprechend, dass diese Szenen dem Sportclub gehörten. Er war deutlich häufiger in Ballbesitz, aber – und das war das Problem – häufig auch zu lang. Das Umschaltspiel lief nicht flüssig, weshalb die Offensivaktionen selten mit Tempo vorgetragen wurden. Erst in der Schlussphase war Zug im Chamer Spiel, allerdings ohne Torerfolg. So stand am Ende das erste Remis der Saison.

Der einsame Dauerläufer

Trotz der verpassten Chance auf drei Punkte gibt es durchaus Erfolgreiches daraus abzuleiten. Denn der Sportclub bewies in einer körperlich intensiven Begegnung, dass er physisch auf der Höhe ist – das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Das kann eine Folge der breiteren Kaders sein. Auch am Mittwoch stellte der Trainer Jörg Portmann im Vergleich zu den vorangegangenen Matches um. So blieb etwa der Routinier Sandro Foschini, der aus Wohlen kam, zu Beginn erstmals auf der Bank. Damit ist Jan Loosli nach sechs Pflichtspielen der einzige Chamer Spieler, der während sämtlicher Minuten auf dem Platz stand.

Und die Tessiner? Sie versuchte zu kontern, kamen aber nur durch Fehler in Tornähe. Die ruhmreichen Tage – sie sind lang vorüber.

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