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Kaffeemobil am Bahnhof Rotkreuz: Der Standort war nicht zulässig

Laut der Gemeinde hat das Kaffeemobil am Bahnhof, das inzwischen weichen musste, unter anderem den Zugang zu den Invalidenparkplätzen versperrt. Ausserdem waren Reklamationen eingegangen.
Raphael Biermayr und Rahel Hug
Der Betreiber Benno Stäheli hat bereits angekündigt, das Kaffeemobil weiterführen zu wollen. (Bild: Stefan Kaiser (Rotkreuz, 8. Januar 2019))

Der Betreiber Benno Stäheli hat bereits angekündigt, das Kaffeemobil weiterführen zu wollen. (Bild: Stefan Kaiser (Rotkreuz, 8. Januar 2019))

Es war ein kurzer Stopp am Bahnhof Rotkreuz: Nach nur rund zwei Monaten mussten die Betreiber des Kaffeemobils, bei dem man via App sein Getränk vorbestellen kann, ihren Platz räumen. Darüber informierten die zwei Unternehmer Benno Stäheli und Paul Binkert von «Caffè per Me» letzte Woche auf Facebook. Gegenüber unserer Zeitung sprach Benno Stäheli daraufhin von einem Missverständnis. Man habe zwar eine Bewilligung für den Verkauf, nicht aber für den Standort auf öffentlichem Grund bekommen (Ausgabe vom 26. Januar).

Nun liegt auch die Stellungnahme der Gemeinde Risch zum «Fall Kaffeemobil» vor. Das Gefährt sei beim nördlichen Bahnhofsausgang auf der Verkehrsfläche der 20er-Zone aufgestellt worden, erklärt Patrik Birri, Abteilungsleiter Planung/Bau/Sicherheit. «Der vom Betreiber gewählte Standort befindet sich vor zwei Invalidenparkplätzen und inmitten der Mischverkehrsfläche der 20er-Zone.»

Gemeinde hat keine Bewilligung ausgesprochen

Der Betreiber habe seines Wissens unter anderem auch mit den SBB in Kontakt gestanden, um eine Bewilligung für das Kaffeemobil auf den Flächen der SBB zu erhalten. «Nachdem dies nicht erfolgreich war, wurde der Standort auf die im Eigentum der Gemeinde liegende Strasse verschoben.» Für eine regelmässige Nutzung von öffentlichem Grund sei grundsätzlich eine Bewilligung nötig – aufgrund des «gesteigerten Gemeingebrauchs». «Weiter muss der Standort auch verkehrstechnisch zulässig sein», führt Birri aus. «Unsere Abklärungen haben ergeben, dass auf der Mischverkehrsfläche der 20er-Zone beim Ausgang Nord des Bahnhofs Rotkreuz der Standort nicht möglich ist, auch weil der Zugang zu den zwei Invalidenparkplätzen versperrt wird.» Man bedauere dies. Anders sähe es beispielsweise auf dem Dorfplatz südlich des Bahnhofs aus. «Dort gibt es möglicherweise aber zu wenig Kundenkontakte, um ein Kaffeemobil zu betreiben.»

Der Abteilungsleiter bestätigt, dass die Betreiber keine Bewilligung hatten, um auf öffentlichem Grund zu stehen. Laut Birri hat die Gemeinde bis anhin auch keine Bewilligung ausgesprochen für den Ausschank von Kaffee. Bereits vor einer Begehung, die kürzlich stattgefunden hat, habe die Gemeinde die Betreiber des Kaffeemobils auf den Umstand aufmerksam gemacht, dass eine Bewilligung für den gesteigerten Gemeingebrauch nötig sei. «Sowohl bei der Gemeinde wie auch bei der Zuger Polizei gingen Reklamationen ein», schreibt Birri weiter auf die Frage, ob es Beschwerden gegeben habe. Die Gemeinde als Behörde müsse aber von Amtes wegen aktiv sein – unabhängig davon, ob Beschwerden vorliegen oder nicht.

Der Unternehmer Benno Stäheli hat bereits angekündigt, das Kaffeemobil weiterführen zu wollen. Ob in Rotkreuz oder anderswo, sei zurzeit offen.

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