Der Steinhauser Oliver Grob und Co. schreiben Geschichte

Die Schweiz gewinnt an den Europameisterschaften im Eisschnelllauf die Bronzemedaille im Teamsprint.

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Oliver Grob, Livio Wenger und Christian Oberbichler (von vorn) auf dem Weg zur Medaille.

Oliver Grob, Livio Wenger und Christian Oberbichler (von vorn) auf dem Weg zur Medaille.

Vincent Jannink/Epa (Heerenveen, 10. Januar)

Der Steinhauser Oliver Grob, der Schenkoner Livio Wenger und der Urdorfer Christian Oberbichler haben etwas erreicht, dass noch kein Schweizer vor ihnen geschafft hatte: Sie gewannen an internationalen Meisterschaften eine Medaille. Dies dank des dritten Platzes im Teamsprint in Heerenveen.

Die Medaille fiel ihnen jedoch nicht in den Schoss, sondern musste bis zum letzten Meter hart erkämpft werden. Bei den ersten Zwischenzeiten noch im sechsten respektive fünften Rang liegend, zeigte Livio Wenger auf seiner Schlussrunde Leaderqualitäten und unterstrich einmal mehr, dass er zur absoluten Weltspitze gehört: Er überflügelte die im gleichen Heat laufenden Weissrussen auf den letzten Metern noch um eine Zehenspitze und sicherte der Schweiz schliesslich mit drei Hundertstelsekunden Vorsprung diese letztlich hochverdiente Medaille.

Livio Wenger sagte im Anschluss daran erfreut: «Wir packten die Chance, die wir hatten, und schrieben Schweizer Eisschnelllauf-Geschichte. Gratulation an meine zwei Teamkollegen. Sie brachten mich perfekt in die letzte Runde.»

Überzeugende Saison im Weltcup gekrönt

Bereits im Vorfeld der Europameisterschaften durften Optimisten mit einer Medaille liebäugeln: Bereits während der Weltcuprennen konnte das Team in jedem Wettkampf mit der Weltspitze mithalten und mit dem dritten Platz im Weltcuprennen Anfang Dezember in Nur-Sultan (Kasachstan) ein erstes dickes Ausrufezeichen setzen. Schliesslich wurden die konstanten Leistungen mit dem herausragenden zweiten Rang im Gesamtweltcup der laufenden Saison honoriert. Das attraktive Format des Teamsprints, bei dem immer nach einer Runde ein Läufer des Teams ausscheidet, ist seit fünf Jahren eine Weltcup-Disziplin aber noch nicht olympisch.

Livio Wenger startete an der zudem in den Einzelrennen über 1500 Meter und im Massenstart, wo er Siebter wurde beziehungsweise von einem gestürzten Konkurrenten mitgerissen wurde. (bier)