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Der Zuger Stadtrat setzt weiterhin auf Elektromobilität

In Zug gibt es mehr E-Ladestationen als Zapfsäulen für Benzin und Diesel. Das bewähre sich, findet die Exekutive.
Laura Sibold
Die WWZ-Ladestation beim Bundesplatz ist eine von rund 30 Ladestationen für Elektroautos. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 5. April 2019)

Die WWZ-Ladestation beim Bundesplatz ist eine von rund 30 Ladestationen für Elektroautos. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 5. April 2019)

Die Mobilität nimmt stetig zu – auch in der Stadt Zug. Aus diesem Grund hat die SVP-Fraktion am 4. Juni die Interpellation «Die vierrädrige Stadtverwaltung – schrötig, nötig, sauber und fortschrittlich?» eingereicht und stellte Fragen zur Mobilität der Stadtverwaltung. Wie viele Fahrzeuge hat die Verwaltung eingelöst und wie hoch sind die Kosten sowie der CO2-Ausstoss? Und verfolgt der Stadtrat eine konkrete Mobilitätsstrategie?

Nun liegen die Antworten des Stadtrates vor. Daraus geht hervor, dass für den öffentlichen Dienst der Stadt heute 112 Fahrzeuge im Einsatz sind – 62 im Werkhofdienst, 43 bei der Feuerwehr und 7 für zentrale Dienste wie Verkehr, Post- und anderes. Von den 112 Fahrzeugen werden 84 an der Tankstelle beim Werkhof getankt – 86 mit Diesel, 8 mit Benzin, 6 sind vollelektrisch angetrieben und 2 Fahrzeuge haben Hybridantrieb. Insgesamt haben die Fahrzeuge laut Stadtrat 2018 Kosten von rund 680 700 Franken verursacht.

Tiefere Lärm- und Schadstoffemissionen

Öffentlich einsehbar ist online eine aktuelle Fahrzeugliste der Stadtverwaltung, unter anderem mit Angabe von Kennzeichen, Marke, Hauptantrieb und Kosten. Nach dem ökologischen Fussabdruck gefragt, weist der Stadtrat in seiner Antwort Treibstoffverbrauch, Primärenergie und CO2-Ausstoss aus. Demnach verursacht die Mobilität der Verwaltung einen CO2-Ausstoss von 54,6 Gigawattstunden pro Jahr. Pro Einwohner und Jahr ergibt das einen CO2-Verbrauch von 1,82 Kilogramm. Die Zahlen würden zeigen, dass die Verwaltung im Rahmen der Energie- und Klimaschutzziele mit Optimierungen im Promillebereich Einfluss nehmen könne, schreibt der Stadtrat. «Die Elektrifizierung von Fahrzeugen und Geräten bietet jedoch auch weitere wichtige Vorteile. Belästigung durch Lärm-, Geruchs- und Schadstoffemissionen im Fussgängerbereich konnten beispielsweise durch eine elektrische Kehrsaugmaschine, elektrische Laubbläser oder andere E-Mobile deutlich verbessert werden.»

Zudem war der Personenwagen-Bestand in Zug 2018 erstmals rückläufig; gegenüber 2017 sind 455 Verbrenner weniger immatrikuliert, dafür 136 Vollelektrische oder Autos mit Elektrohybridantrieb.

Stadtrat prüft Anpassung der Mobilitätsstrategie

In der Stadt stehen inzwischen rund 30 öffentlich nutzbare Ladepunkte für Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Das seien mehr als Zapfstellen für Benzin und Diesel. Der Stadtrat vertritt bezüglich Elektromobilität grundsätzlich nicht die Auffassung der Interpellanten. Man sei überzeugt, dass die Vorteile bei der Elektrifizierung überwiegen. Bezüglich Mobilitätsstrategie verweist der Stadtrat auf die Energiestrategie 2050, die es seit 2010 gibt. Die formulierten quantitativen Ziele gälten inzwischen allerdings international als überholt. «Sie reichen nicht aus, um nationale Ziele, respektive die internationalen Zielvereinbarungen wie beispielsweise das Pariser Klimaabkommen zu erreichen», schreibt der Stadtrat. Aus diesem Grund werde man in den nächsten Monaten prüfen, inwiefern die Strategie überarbeitet werden muss. Das habe dann auch Massnahmen bei der Mobilität zur Folge.

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