Der Zuger Stadtrat verabschiedet eine Smart-City-Strategie

Von digitalen Technologien erhofft sich die öffentliche Hand mehr Lebensqualität für die Bevölkerung, einen schonenderen Umgang mit Ressourcen, einfachere Verfahren und effizientere Prozesse. Nun hat auch die Stadt Zug eine entsprechende Strategie.

Raphael Biermayr
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Immer mehr Menschen leben in Städten. In der Schweiz sind es gemäss einer Mitteilung der Stadt Zug aktuell über 85 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner. «Das damit verbundene Siedlungswachstum und die zunehmende Globalisierung bringen grosse Herausforderungen mit, die teilweise mit traditioneller Stadtentwicklung nicht mehr zu bewältigen sind.» Dies treffe auch auf die Stadt Zug zu.

In der Stadt Zug wohnten Ende 2019 über 30 000 Personen.

In der Stadt Zug wohnten Ende 2019 über 30 000 Personen.

Bild: Matthias Jurt (9. April 2020)

Weltweit suchen Forscherinnen und Planer nach neuen Lösungsansätzen zur Bewältigung wichtiger Aufgaben. «Smart City» sei ein solcher Systemansatz, der mittels Vernetzung, Innovation und der Nutzung digitaler Technologien die nachhaltige Stadtentwicklung fördern will. «Der stark innovationsfreundliche und technologiegetriebene Ansatz unterstützt die Positionierung von Städten und Firmen, deren Selbstverständnis auf diesen Stärken aufbaut. Er beschränkt sich jedoch nicht auf die Digitalisierung, sondern möchte diese Nutzen, um Menschen zusammenzubringen, die Gesellschaft zu stärken und die Natur zu schützen», steht in besagter Mitteilung.

Eine App steht bald bereit

Der Stadtpräsident Karl Kobelt wird darin folgendermassen zitiert: «Wir verstehen unter Smart City Zug eine Stadt, die intelligente – meist digitale – Technologien nutzt, um die Vernetzung der Menschen untereinander sowie mit Gegenständen zu unterstützen. Letztlich ist es das Ziel, unsere Ressourceneffizienz zu erhöhen und die Lebensqualität für unsere Einwohnerinnen und Einwohner zu verbessern. Ein Beispiel ist die eZug-App, über welche schon in naher Zukunft gebündelt digitale Dienstleistungen der Stadt Zug zur Verfügung stehen werden.»

Dank der bereits heute hohen Digitalisierung und einem starken Cluster von Technologiefirmen hat Zug nach Ansicht von Karl Kobelt eine gute Ausgangslage, um den Strukturwandel zu ihrem Vorteil zu nutzen, wobei die anstehende Transformation sowohl die Verwaltung als auch die verschiedenen externen Akteure vor beachtliche Herausforderungen stellt.

Die umfassende Ausgabe und die Kurzversion der Smart-City-Strategie Zug können unter diesem Link heruntergeladen werden.