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Die Zugerbergbahn soll bis nach Oberwil fahren

Dies will ein ein städtischer Vorstoss, um die Parkplatz- und Verkehrssituation im Gebiet Schönegg zu entschärfen.
Laura Sibold
Die Zugerbergbahn. (Bild: Stefan Kaiser)

Die Zugerbergbahn. (Bild: Stefan Kaiser)

Nächste Woche knacken die Temperaturen wohl wieder die 30-Grad-Marke. Wer der Hitze entkommen will, hat im Kanton Zug zwei Möglichkeiten: sich im Zuger- respektive Ägerisee abkühlen oder ab in die Höhe, auf den Zugerberg. Dieser ist auch im Sommer ein beliebtes Naherholungsgebiet, was entsprechende Folgen zeigt.

«Da ein beträchtlicher Teil der Ausflügler mit dem Auto anreist, führt das bei der Talstation Schönegg zu überfüllten Parkplätzen. Zudem entsteht ein ­erheblicher Mehrverkehr im Bellevue-Quartier», schreibt ALG-Gemeinderat Patrick Steinle in seinem Vorstoss. Der Stadtzuger hat am vergangenen Dienstag ein Postulat beim Stadtparlament eingereicht und fordert darin die Verlängerung der Zugerbergbahn bis zur Stadtbahnhaltestelle Oberwil.

Besserer Anschluss an
 den öffentlichen Verkehr

Dass die Zugerbergbahn noch immer ab der Schönegg fahre, sei aus verschiedenen Gründen nicht mehr angemessen, führt Steinle aus. «Das Grundproblem ist, dass der Zugerberg mit dem öffentlichen Verkehr nicht optimal erschlossen ist. Am Bahnhof Zug muss man oft mehrfach ­umsteigen, die Anschlüsse sind nicht optimal und die 11er-Busse zu Spitzenzeiten häufig überlastet.» Dies führe dazu, dass viele Zugerberg-Besucher lieber mit dem Auto anreisen. Immer mehr Besucher würden aber nicht mehr in der Schönegg parkieren, sondern gleich via Blasenbergstrasse auf den Zugerberg fahren, weiss Steinle. Schliesslich hat es entlang der Blasenbergstrasse diverse Parkplätze und bis zum Vordergeissboden ist die Strasse für Autos offen. «Wegen der zu überwindenden Höhendifferenz führt das dann auch zu einem riesigen Energieverschleiss und zu einer grossen Umweltbelastung.»

In der Vergangenheit wurden aufgrund dieses Problems schon Forderungen nach einem Fahrverbot auf der Blasenbergstrasse laut. Patrick Steinle sieht den Handlungsbedarf aber bei der Zugerbergbahn selber. Mit der Verlegung der Talstation zur Stadtbahnhaltestelle Oberwil könne die Erreichbarkeit des Zugerbergs mit dem öffentlichen Verkehr deutlich verbessert werden, ist der ALG-Gemeinderat überzeugt. Er fordert den Stadtrat in seinem Vorstoss daher auf, eine Verlängerung der Zugerbergbahn – als Standseil- oder eventuell auch als Gondelbahn – zu prüfen. Dabei solle in der Schönegg eine Zwischenstation die Verknüpfung ans Quartier und an die Buslinie gewährleisten. Zu berücksichtigen sei die Landschaftsschutzzone zwischen Zug und Oberwil, weshalb sich allenfalls eine unterirdische Linienführung aufdränge.

Eine Verlängerung zum Fridbach habe er sich auch überlegt, da sei das Gebiet aber zu sehr überbaut, erklärt Steinle und fährt fort: «Für die vielen Sportler auf dem Zugerberg, etwa die Mountainbiker auf den Biketrails oder die Gleitschirmpiloten, die sowieso in Oberwil landen, wäre ein Anschluss an die Bergbahn ab Oberwil attraktiv.» Eine Verlagerung des Problems, da man in Oberwil auch nicht mehr Parkplätze hat als in der Schön­egg, sieht Patrick Steinle nicht. Primär gehe es um die bessere Anbindung der Zugerbergbahn an den öffentlichen Verkehr. Direktes Umsteigen von der Stadtbahn auf die Bergbahn sei unkomplizierter als die längere und oft mit Wartezeiten behaftete Busfahrt ab dem Bahnhof Zug.

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