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Vermisster Ruderer: Derzeit wird in 140 Meter Tiefe gesucht

Die Polizei ist zuversichtlich, die Leiche des vermissten Ruderers Beat Aklin noch zu finden. Doch eine stark abfallende Felswand erschwert die Suche. Für die Familie wird die Befürchtung derweil zunehmend zur Gewissheit.
Christopher Gilb
Mit einer Unterwasserkamera wird nach dem vermissten Ruderer gesucht. (Bild: Zuger Polizei)

Mit einer Unterwasserkamera wird nach dem vermissten Ruderer gesucht. (Bild: Zuger Polizei)

Seit vorletztem Donnerstag läuft die Suche nach dem 73-jährigen Beat Aklin im Zugersee vor Walchwil nun schon – erst mit Tauchern und einem Helikopter, in der laufenden Woche dann mit Unterstützung einer Unterwasserkamera von der Kantonspolizei Zürich.

Der bekannte Sportruderer (siehe Box) war gemäss Zeugenberichten am Morgen des 25. Oktober aus seinem Ruderboot gestürzt. Für die Polizei steht eine medizinische Ursache im Vordergrund. Gemäss Stephan Rogger, Chef der Zuger Verkehrspolizei hoffe man weiter, ihn im See zu finden. «Ab Samstag wird die Suche über das Wochenende unterbrochen, am Montag machen wir aber wieder weiter», so Rogger am Freitag.

Eine Felswand unter Wasser

Man müsse sich das Suchgebiet wie ein Tortenstück vorstellen, dessen Spitze gegen Land zeigt und den Ort markiert, wo er zuletzt gesehen wurde», erklärt Rogger. Langsam würde sich die Gewässerpolizei nun zum anderen Ende des Tortenstückes vortasten. Nur, je weiter hinaus auf den See man komme, desto langsamer werde man, da der See tiefer werde. «Wir suchen derzeit mit der Unterwasserkamera auf 140 Meter. Dort kann man keine Taucher mehr einsetzen, erklärt er. Erschwert werde die Suche, weil sich dort eine steile Felswand mit einem Gefälle von etwa 60 Prozent befinde. Man müsse sich das wie auf einem Berg vorstellen. «Stürzt ein Bergsteiger ab, könnte er überall hängen bleiben. Das ist auch hier der Fall.»

Mitteilung der Familie

«Die Befürchtung wird vermutlich zur Gewissheit. Bei dem vermissten Ruderer handelt es sich um Beat Aklin (73)», teilt seine Familie mit. Um Gerüchten entgegenzuwirken und Missverständnisse zu verhindern, wünscht sie, dass sein Name genannt und ein Foto von ihm gezeigt wird. Weiter heisst es: «Gemäss Augenzeugen ist er nach Hilferufen zirka 130 Meter vom Ufer entfernt ertrunken.

Viele Zuger kannten ihn als erfolgreichen Inhaber der Metzgerei Aklin am Zytturm. Als Mitglied der FDP gehörte er dem Grossen Gemeinderat während 10 Jahren an. In vielfältiger Art und Weise war er dem zugerischen und auch dem schweizerischen Rudersport stets eng verbunden. Bis zu seinem Tod hatte er national und international erfolgreich regattiert. Die Trauerfeier findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. (cg/PD)

Bekannt ist, dass in solchen Fällen Leichen teils nach einigen Tagen wieder auftauchen. «Das habe es schon gegeben», bestätigt Rogger. «So etwas ist stark von der Wassertemperatur und den Gasen im Körper der Person abhängig, also etwa auch davon, was die Person gegessen hat.» Es könne dann auch sein, dass die Leiche nur ganz kurz auftaucht», so Rogger. «Und es ist fast unmöglich genau in diesem Moment dann an diesem Ort zu sein.»

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