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DETAILHANDEL: Die Landi schliesst ihren traditionsreichen Laden in Baar

Ende Juni verschwindet die Filiale ersatzlos. Die Genossenschaft sucht derweil fieberhaft nach einem neuen Standort in der Gegend Zug/Baar. Anderswo soll es dafür bald einen grösseren Laden geben.
Hans Bellmont, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Landi Zugerland, hier im Laden in Zug. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 23. März 2017))

Hans Bellmont, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Landi Zugerland, hier im Laden in Zug. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 23. März 2017))

Die Landi Schweiz AG und damit auch die Landi-Läden in der Zentralschweiz sind in den letzten Jahren stetig gewachsen (siehe Box). Erfolg hat auch die Genossenschaft Landi Zugerland, die dank der Fusion von 2015 mit der Landi Rotkreuz-Meierskappel im Moment noch die Landi-Läden in Zug, Baar, Rotkreuz und Unterägeri betreibt. Doch es stehen wichtige Änderungen bevor.

Per Ende Juni schliesst nämlich der Landi-Laden Baar – ersatzlos. In etwa drei bis vier Jahren soll hingegen ein neuer grosser Laden in Rotkreuz entstehen, wie Hans Bellmont, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Landi Zugerland, verrät.

Erfolglose Suche im Gebiet

«Wir suchen seit rund zehn Jahren vergeblich einen neuen Standort in der Gegend von Zug und Baar», sagt Bellmont. «Und wir sind auch jetzt noch immer mit Hochdruck am Suchen.»

Hintergrund sei, dass die Landi Schweiz Läden mit mindestens 1000 Quadratmetern empfehle. Dies, damit das Sortiment optimal präsentiert werden könne und die Werbeversprechen, die in der «Landi Gazette» beworben würden, auch eingehalten werden könnten. «Im Moment erfüllt nur Unterägeri diese Anforderung», sagt Bellmont und ergänzt: «Doch in Rotkreuz könnte bald ein zweiter Laden entstehen, der ebenfalls den Vorgaben gerecht wird.» Noch sei das Geschäft nicht in trockenen Tüchern, aber es sehe gut aus.

Nach der Fusion der Genossenschaften Zug und Baar im Jahr 2001 konnte dank Kosteneinsparungen der nur 400 Quadratmeter grosse Laden in Baar weitergeführt werden, erklärt Bellmont. «Doch jetzt ist der Punkt erreicht, wo wir mit dem Laden in Baar nur noch eine schwarze Null schreiben und aufgrund der prekären Platzverhältnisse unseren Kunden zu viele Produkte nicht mehr anbieten können. Und dies an bester Lage und auf einer wertvollen Grundstücksfläche von 1820 Quadratmetern fast mitten in Baar, die wir wesentlich besser nutzen können. Darum ist es nun Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen.»

Die eigene Tankstelle soll kurz- bis mittelfristig weiterbetrieben, möglichst viele Parkplätze und mindestens eines der beiden Gebäude vermietet werden, erklärt Bellmont. Ein Verkauf des Grundstücks dränge sich nicht auf, da der Standort abgeschrieben und schuldenfrei sei. «Ein Verkauf käme nur zur Diskussion, wenn wir im Gegenzug eine neue, grössere Parzelle angeboten bekämen.» Auch der Laden an der Grienbachstrasse in Zug ist zu klein, wie Bellmont sagt. Darum sei ein neuer und grosser Standort dringend nötig.

Zwei der vier Mitarbeiter werden innerhalb der Landi Zugerland weiterbeschäftigt, und die Lehrtochter beendet Ende Juli ihre dreijährige Ausbildung als Detailhandelsfachfrau. «Für die beiden anderen Angestellten zeigen wir uns betreffend der Kündigung und der Suche nach einer neuen Stelle hilfreich und äusserst fle­xibel», betont Hans Bellmont. «Gute Lösungen für unser Personal zu finden, ist uns ein grosses Anliegen.»

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

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