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Steinhauser Rechnung weist deutlich kleineres Minus als erwartet aus

Budgetiert hatte Steinhausen für das Vorjahr einen Aufwandüberschuss von 2,4 Millionen Franken. Die Rechnung fällt aber weit weniger negativ aus. Der Hauptgrund sind höhere Steuereinnahmen. Grosse Mehraufwände verzeichnet ein Bereich.
Christopher Gilb
Die Gemeinde Steinhausen (im Bild das Rathaus) verzeichnet Mehrerträge. (Bild: Stefan Kaiser (21. Januar 2018))

Die Gemeinde Steinhausen (im Bild das Rathaus) verzeichnet Mehrerträge. (Bild: Stefan Kaiser (21. Januar 2018))

«Natürlich sind wir froh, dass der Verlust kleiner als budgetiert ist», so das Fazit der Steinhauser Finanzchefin Carina Brüngger-Ebinger zur Jahresrechnung 2018. Budgetiert hatte die Gemeinde einen Aufwandüberschuss von 2,4 Millionen Franken. Sie schloss nun aber mit einem Minus von «nur» 269799,76 Franken und damit rund 2,2 Millionen Franken besser als erwartet ab.

Hauptgrund für diesen Umstand seien Mehreinnahmen von 2,4 Millionen Franken bei den Steuern. Zwar sind die Steuererträge der natürlichen Personen um 940000 Franken geringer als budgetiert ausgefallen – wobei das Vorjahr trotzdem um 1,3 Millionen Franken übertroffen wurde. Dafür habe man bei den juristischen Personen aber 1,8 Millionen Franken mehr Steuern als budgetiert einnehmen können, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von 2,1 Millionen Franken entspreche. Hinzu komme der einmalige Mehrertrag bei den Erbschafts- und Schenkungssteuern in Höhe von 880000 Franken. Zudem seien die Einnahmen durch die Grundstücksgewinn- (215000 Franken über Budget) und Quellensteuern (490000 Franken über Budget) höher ausgefallen.

Eine Neuausrichtung, die sich gelohnt hat

Profitieren konnte die Gemeinde gemäss Mitteilung auch von einer Neuausrichtung des Informatikbetriebs der Schule. Dieser wurde in die Informatikabteilung der Stadt Zug integriert, laut Carina Brüngger, mit dem Ziel, so Synergien zu nutzen und Kosten zu sparen. In der Abteilung Finanzen und Volkswirtschaft verringerten sich dadurch verschiedene Aufwände im 2018 um gesamthaft 325000 Franken. Höhere Kosten als im Vorjahr schlagen aber in der Abteilung Soziales und Gesundheit zu Buche. Diese Entwicklung hätte sich aber bereits im Vorjahr abgezeichnet. So ist der Aufwand bei der ambulanten und stationären Langzeitpflege gegenüber dem Budget um 425000 Franken und gegenüber dem Vorjahr um 400000 Franken höher ausgefallen. Gemäss Carina Brüngger sei der Grund dafür, dass bei der stationären Langzeitpflege der Pflegeaufwand zunehmen würde. «Auch wurden die Angebote aus diesem Bereich vermehrt genutzt.» Zugenommen habe zudem die Nachfrage nach Dienstleistungen der ambulanten Krankenpflege. Ebenfalls höher als budgetiert fiel der Betrag, der für wirtschaftliche Hilfe ausgezahlt wurde, aus und dies um 375000 Franken (Vorjahr 130000). Dies, so Brüngger, weil die Sozialhilfefälle zunehmen würden.

Geringere Investitionsausgaben

Bei den Investitionen fielen die Ausgaben im Jahr 2018 gegenüber dem Budget um 7,7 Millionen Franken geringer aus. Dies betrifft gemäss Carina Brüngger vor allem die Zentrumsüberbauung, die Investitionen seien deutlich tiefer als budgetiert. Total betrugen die Investitionsausgaben 2018 2,1 Millionen Franken.

Wie im Budget vorgesehen, erfolgte in Steinhausen zudem im Vorjahr die Umstellung auf die lineare Abschreibungsmethode. Die Abschreibungen von 4,3 Millionen Franken sind gemäss Mitteilung um fast 1,2 Millionen Franken geringer als nach degressiver Abschreibung auf dem Buchwert.

Der Eigenwirtschaftsbetrieb Abwasserbeseitigung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 34 000 Franken. Dies aufgrund von tieferen Abschreibungen von 360 000 Franken und dem geringeren Aufwand des Gewässerschutzverbandes von 150 000 Franken aufgrund einer Landveräusserung. Anstelle der Entnahme aus der Spezialfinanzierung könne somit eine geringe Einlage verbucht werden.

Bereits budgetiert war ein Ertragsüberschuss beim Wasser- und Elektrizitätswerk Steinhausen. Dieser fällt mit 651 608 Franken rund 11 000 Franken höher als budgetiert aus. Um rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr hat der Wasserverbrauch zugenommen. Dies infolge des heissen und trockenen Sommers. Befinden über die Jahresrechnung wird die Gemeindeversammlung am 6. Juni.

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