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Die Abfallplanung ist revidiert worden

Der Kanton Zug hat unter Federführung des Amts für Umwelt die Abfallplanung umfassend überarbeitet. Der Regierungsrat hat die Abfallplanung am 9. April verabschiedet.
rub/pd

Die Abfallplanung ist ein strategisches Führungsinstrument des Kantons, um die Entsorgung sicherzustellen und die Entwicklung von der Abfallwirtschaft zu einer Stoffkreislaufwirtschaft voranzutreiben. Der Kanton prüft diese Strategie periodisch und passt sie an die neuen Entwicklungen an. Laut einer Medienmitteilung hat der Kanton Zug diese Überprüfung nun durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen.

Fast jedes Produkt wird nach Gebrauch wieder zu Abfall. Idealerweise werden Abfälle wieder dem Produktkreislauf zugeführt. Die restlichen Abfälle müssen jedoch umweltgerecht entsorgt werden. Die Abfallplanung liefert die wesentlichen Grundlagen und Massnahmen, um die Abfallwirtschaft im Kanton Zug gezielt steuern und entwickeln zu können.

Sie ist der Nachhaltigkeit verpflichtet, berücksichtigt also ökologische, ökonomische und soziale Aspekte. Die Entsorgungssicherheit soll gewährleistet sein. Die Verwertung und die Entsorgung sollen qualitativ hochstehend und gleichzeitig kostengünstig sein. Die Verwertungs- und Entsorgungsanlagen sollen dem Stand der heutigen Technik entsprechen und bei möglichst geringen Schadstoff-Emissionen eine hohe Energieeffizienz aufweisen. Zudem sollen die Entsorgungswege klar, direkt und benutzerfreundlich sein. Die Abfallplanung nimmt zudem aktuelle Themen wie Phosphor-Recycling oder Food-Waste auf und integriert diese, soweit sinnvoll, in die Planung. Der Massnahmenplan benennt die notwendigen Schritte, die Verantwortlichkeiten und Prioritäten, um die vorgegebenen Ziele zu erreichen.

Der Platz in den Deponien wird knapp

Dringender Handlungsbedarf wurde bei der Überprüfung der Abfall- und Deponieplanung insbesondere bei den Bauabfällen ausgemacht. Die hohe Bautätigkeit führt zu grossen Aushubmengen und durch den Rückbau von alten Gebäuden und Infrastrukturbauten entstehen grosse Mengen an mineralischen Bauabfällen. Unverschmutzter Aushub kann für die Auffüllung von Kiesgruben genutzt werden. Die aktuellen Prognosen zeigen jedoch, dass die Kiesgruben und auch die geplante Aushubdeponie Stockeri ab dem Jahr 2025 nicht mehr ausreichen werden. Daher müssen neue Deponiestandorte gesucht werden.

Neue Standorte für Deponien sind schwierig zu finden. Sie führen sowohl bei der planerischen Sicherstellung als auch bei der Realisierung häufig zu Interessens- und Nutzungskonflikten. Die Ausscheidung neuer Deponiestandorte wird eine grosse Herausforderung sein. Auch Massnahmen gegen den Importüberschuss von Aushub aus den Nachbarkantonen und eine damit einhergehende zu rasche Auffüllung werden geprüft und schrittweise umgesetzt.

Anteil der Recyclingbaustoffe stagniert

Bei belasteten deponierbaren Abfällen wird zusammen mit den Zentralschweizer Kantonen untersucht, ob gegebenenfalls zusätzliches Verwertungspotenzial vorhanden ist und ob mit geeigneten Massnahmen die Ablagerungsmengen verringert werden können.

Die Bauunternehmen trennen die Bauabfälle soweit möglich. Viele mineralische Bauabfälle wie Beton, Mauersteine, Dachziegel und Asphalt können dabei in Bauabfallanlagen zu Recycling-Baustoffen wie Recycling-Kies und Recycling-Sand aufbereitet und später wieder in Bauvorhaben eingesetzt werden. Der Anteil dieser Recyclingbaustoffe am gesamten Kiesumsatz stagniert jedoch seit einigen Jahren. Der Kanton will deshalb den Absatz von Recycling-Baustoffen (in Form von Recycling-Beton und Recycling-Asphalt) fördern. Recycling-Baustoffe sollen dabei nicht nur bei öffentlichen Bauten vermehrt eingesetzt werden, denn diese Potenziale sind begrenzt. Es sollen auch Möglichkeiten zur Steigerung des Recycling-Anteils in privaten Bauwerken geprüft werden. (rub/pd)

Der Gesamtbericht «Abfallplanung 2019» ist als PDF auf der Website www.zg.ch/afu unter der Rubrik Abfall/Altlasten abrufbar.

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