Leserbrief

Die Abgabe müsste höher sein

«So viel kostet die CO2-Abgabe die Mieter und Eigenheimbesitzer», Ausgabe vom 13. November

Drucken
Teilen

Unlängst konnte man in der Zeitung lesen, dass die CO2-Abgabe die Einwohner 1,4 Milliarden Franken/Jahr kosten wird. Wie üblich werden diese Kosten als unsozial gegenüber den ärmeren Bevölkerungsschichten gewertet. Doch in Wahrheit werden vor allem diese Leute von der CO2-Abgabe finanziell stark profitieren können, wenn sie es geschickt anstellen. Bei der Berechnung von den knapp 180 Franken/Kopf und Jahr, ist man vom momentanen Verbrauch ausgegangen und dieser soll ja gesenkt werden. Dabei sparten wir nicht nur die Abgabe, sondern auch die Kosten für die eingesparte Energie. Zudem werden zwei Drittel wieder an die Bevölkerung zurückgegeben. Da in der Regel, die reichen Schichten mehr CO2 verursachen, da sie die grösseren Autos und Wohnungen haben und auch sonst mehr konsumieren, werden die Ärmeren mehr Geld zurückerhalten, als sie einbezahlen. Da die Energie viel zu günstig ist, wird deren Verbrauch oft nicht hinterfragt. Die Abgabe verteuert die Energie und die Leute schalten dadurch eher wieder den Kopf ein und werden vermehrt merken, dass sie auf vieles verzichten können und sparen dadurch wiederum sehr viel Geld. Mit der CO2-Abgabe werden zum ersten Mal Leute entschädigt, die auf den Konsum von Verkehr und Energie, die durch den Staat stark subventioniert werden, teilweise verzichten. Schade nur, dass die Abgabe so tief ist.

Philipp Kissling, Zug