Die «andere» Seite eines Instruments

Das Duo ArPan macht die Panflöte «salonfähig« und zeigt auf, dass das Instrument für klassische Konzerte bestens geeignet ist.

Andreas Faessler
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Panflötist Urban Frey und Harfenistin Praxedis Hug-Rütti.

Panflötist Urban Frey und Harfenistin Praxedis Hug-Rütti.

Bild: PD

Man möchte die Panflöte spontan mit den traditionellen Musikformationen aus den Anden in Verbindung bringen, die auch in unseren Breitengraden oft in den Strassen anzutreffen sind und indigene Klassiker zum Besten geben. Überdies haftet dem Instrument nach wie vor eine leicht romantisch-kitschige Konnotation an. Der Allgemeinheit hingegen weniger geläufig ist, dass die Panflöte durchaus auch konzertant für das europäische Repertoire des 18. und 19. Jahrhunderts eingesetzt wird.

Beste Gelegenheit für eine entsprechende Erfahrung bietet das Konzert des Duo ArPan kommende Woche in Zug. Seit drei Jahren konzertieren die Zuger Harfenistin Praxedis Hug-Rütti und der Panflötist Urban Frey gemeinsam auf den Bühnen des Landes. War es vorderhand hauptsächlich Klezmer- und Zigeunermusik, was ihr Repertoire dominierte, so sind die beiden aktuell mit Musik des Barock, der Klassik und der Romantik unterwegs. «Mozart & more» heisst das Programm. Es umfasst eine breite Palette an Werken von Antonio Vivaldi bis Jules Massenet. Selbst die virtuosesten, festlichsten Barockklänge muten –interpretiert von Panflöte und Harfe – leicht und lieblich an. Das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass beide Instrumente stark mit dem Element der Luft im Zusammenhang stehen.

Der gebürtige Thurgauer Urban Frey (*1964) war/ist der erste Schweizer, der ein Lehr- und Konzertdiplom für Panflöte erlangt hat. Frey hat sich stark verdient gemacht um die Akzeptanz der Panflöte im Bereich der klassischen Musik. Das Konzert von ArPan im Burgbachkeller Zug findet statt am Mittwoch, 18. Dezember, um 20 Uhr.