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Eine Chamer Anlegestelle bleibt zurzeit leer

Vom Wasser her ist eine Zufahrt zur Hirsi-Seelounge für grössere Motor- und Segelboote kaum mehr möglich. Der Grund ist laut der Einwohnergemeinde der tiefe Wasserstand. In der Hirsgarten-Badi gibt es noch ein anderes Problem.
Rahel Hug
Die Badi Hirsgarten in Cham: Aufgrund des tiefen Wasserstands des Zugersee können dort Boote die Anlegestelle nicht mehr anfahren. Bild: Stefan Kaiser (Cham, (24.Juli 2018))

Die Badi Hirsgarten in Cham: Aufgrund des tiefen Wasserstands des Zugersee können dort Boote die Anlegestelle nicht mehr anfahren. Bild: Stefan Kaiser (Cham, (24.Juli 2018))

Wer mit seinem Boot in Cham anlegen will, hat beim Bootshafen die Möglichkeit dazu. Zudem befindet sich bei der Hirsi-Seelounge im Hirsgarten ein kleiner Anlegeplatz. Im Moment ist eine Zufahrt vom Wasser her aber nicht möglich. Woran das liegt? Offensichtlich am tiefen Pegel des Zugersees. Aus Cham hört man aber, dass es einen weiteren Grund gebe – nämlich dass bei der Ufersanierung vor einigen Jahren Schutt vor die Anlegestelle geschüttet worden sei. Material, das nun bei tiefem Wasserstand den Booten im Weg ist.

Was hat es damit auf sich? Ernst Halter, Projektleiter Tiefbau bei der Gemeinde Cham, nimmt Stellung: «An dieser Stelle wurde kein Schutt abgelagert», erklärt er. Im Rahmen der Seeufersanierung in den Wintermonaten 2012 und 2013 habe man bei der offiziellen Schiffsstation für die Kursschiffe Seeablagerungen ausgebaggert. «Doch diese wurden mehrere 100 Meter vom Ufer entfernt im See abgelagert», führt Halter aus. Zudem wurde die Ufermauer im Rahmen dieses Projekts durch eine Stahlbetonstützmauer ersetzt. «Die Höhenkote des Seebodens am Ufer wurde dabei aber nicht verändert», ergänzt der Projektleiter.

Pegel ist so niedrig wie schon lange nicht mehr

Der Hauptgrund, dass man zurzeit im besagten Bereich nicht anlegen könne, liege klar beim tiefen Wasserstand. «Der Pegel ist so niedrig wie schon lange nicht mehr», sagt der Projektleiter. «Aus diesem Grund wird die Gemeinde nicht aktiv, den Wasserstand können wir natürlich nicht beeinflussen.» Rückmeldungen aus der Bevölkerung habe man diesbezüglich keine erhalten. «Es handelt sich ja auch nicht um einen grossen Anlegeplatz, der viel genutzt wird.»

Im Hirsgarten gibt es aber noch ein weiteres Problem. Und zwar mit der Kanalisation. Wie unserer Zeitung zugetragen wurde, läuft die Kanalisation bei der Badi immer wieder über, weil sie offenbar nicht genug schlucken kann. Die Firma Fretz Kanal-Service sei schon mehrmals vor Ort gewesen. Die Gemeinde bestätigt das. «Das Gelände im Hirsgarten ist sehr flach», erläutert Ernst Halter die Problematik. «Schon als man die Hirsi-Liegenschaft vor einigen Jahren an die öffentliche Kanalisation an der Seestrasse angeschlossen hat, floss das Abwasser sehr langsam, da es kaum ein Gefälle gibt.» Inzwischen habe sich die Situation aufgrund weiterer Setzungen im Boden verschärft. «Zum Teil haben wir sogar ein Kontergefälle», führt Halter aus. Dieses Jahr habe das Unternehmen Fretz die Leitung bereits mehrmals spülen müssen, bestätigt der Projektleiter. «Zudem wurde die Leitung mit Kanalfernsehen überprüft. Die Abklärungen haben gezeigt: Sie ist dicht und weist, abgesehen vom fehlenden Gefälle und den dadurch entstehenden Verstopfungen, keine Schäden auf.» Mit dem höheren betrieblichen Aufwand infolge der Kanalspülungen müsse man zurzeit wohl oder übel leben, ergänzt Halter.

Eine Pumpanlage soll geprüft werden

Doch künftig könnte sich die Situation verbessern: Die Gemeinde plant nämlich, die Hirsi-Lounge zu sanieren. Dafür ist laut Ernst Halter im Investitionsplan ein Beitrag vorgesehen. «Wenn dieses Projekt konkret wird, werden wir auch den Bau einer Pumpanlage prüfen. Dann hätten wir ein für allemal Ruhe.» Ein Zeitplan für dieses Projekt ist noch nicht definiert. Fest steht: Das Volk könnte mitreden, eine entsprechende Vorlage würde der Gemeindeversammlung vorgelegt.

Die Pächter der Hirsi-Seelounge, Erol Karadag und Roger Wyss, wollten auf Anfrage nicht zum Thema Stellung nehmen.

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