Leserbrief

Die Arbeit der Inspektoren darf nicht behindert werden

Zur Situation des ehemaligen kantonalen Heilmittelinspektors, diverse Beiträge

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Für Heilmittel-, Lebensmittel-, Schiffs-, Flugzeug-, Starkstrom- oder Seilbahninspektoren gilt immer dasselbe: Wenn man diesen kompetenten Spezialisten den Zutritt verwehrt, kann es gefährlich werden, oder Bschiss und Betrug wird Tür und Tor geöffnet. Deshalb handelt es sich bei Be- oder Verhinderung des Zutrittes zwecks Inspektionen um ein strafbares Verhalten. Ich war jahrelang als Inspektor unterwegs. Es handelt sich um einen Knochenjob, der Fachwissen, Durchsetzungskraft und Menschenkenntnis voraussetzt.

Wir alle sind Fahrgäste und Konsumentinnen und Konsumenten. Wer Risse in Kraftwerken oder Flugzeugen, Listerien in Lebensmitteln oder verfälschte Medikamente in Kauf nimmt, spielt russisches Roulette. Die meisten Menschen wollen das nicht. Deshalb gibt es in unserem Rechtsstaat gezielte Kontrollen und Inspektionen. Diese Arbeit ist anspruchsvoll genug – sie darf nicht noch behindert werden, oder? Es geht um Sicherheit und Vertrauen. Dieser Appell richte ich hiermit insbesondere auch an die Strafverfolgungsbehörden und die Politik.

Ueli Krasser, Hagendorn