Die Baarerinnen sind die Besten der Welt

Die Kunstrad-Vierer-Mannschaft dominiert an ihrer ersten WM-Teilnahme die Konkurrenz.

Rahel Lustenberger
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Die Weltmeisterinnen in der St. Jakobshalle: Saskia Grob, Elena Fischer, Stefanie Moos und Vanessa Hotz (von links).

Die Weltmeisterinnen in der St. Jakobshalle: Saskia Grob, Elena Fischer, Stefanie Moos und Vanessa Hotz (von links).

Bild: Andy Mueller/freshfocus (Basel, 6. Dezember 2019)

Nach dem Gewinn der Schweizer Meisterschaft und der Qualifikation für die Weltmeisterschaft stand für Vanessa Hotz, Saskia Grob, Elena Fischer und Stefanie Moos der Mission «Medaillengewinn an der WM» fast nichts mehr im Wege. Doch krankheitsbedingt konnten die Baarer Kunstradfahrerinnen drei Wochen vor der Weltmeisterschaft in Basel nicht vollständig trainieren. Die Teilnahme an diesem Karrierehöhepunkt stand aufs Messers Schneide. Es war eine mentale Meisterleistung, dass die Fahrerinnen dennoch die Überzeugung zu ihrem Können nicht verloren haben. Dies auch dank professioneller Unterstützung des Trainertrios Eliana Thalmann, Claudia von Rotz und Patricia Kottmann.

Denn am Ende stand – vor fast 2000 Zuschauern in der St.Jakobshalle – der WM-Titel. Die Baarerinnen meisterten die 25 Übungen und Übergänge in ihrer Darbietung perfekt. Nach lang empfundenen fünf Minuten zeigte die Anzeigetafel 214 Punkte. Damit gewannen sie mit über 20 Punkten Vorsprung und lancierten die dreitägigen Weltmeisterschaften aus Schweizer Sicht bestmöglich.

Die Konstanz als Schlüssel zum Erfolg

«Wir sind unglaublich stolz und können es gar noch nicht fassen. Es ist der Lohn für das jahrelange Training auf und neben dem Rad», sagte Vanessa Hotz. «Wir haben nie aufgehört, an uns zu glauben und unser Ziel nie aus den Augen verloren, auch nicht in schwierigen Momenten», erklärte sie weiter. Ihre Teamkollegin Elena Fischer ergänzte: «Die Weltmeisterkür war eine Kür wie immer in dieser Saison, dies zeigte unsere diesjährige Wettkampfkonstanz. Wir möchten unseren Familien und Freunden, sowie dem Verein für die jahrelange Unterstützung danken. Gerade als Randsportart sind wir auf breite Unterstützung angewiesen», sagte sie stellvertretend für alle Fahrerinnen.

Dass die Medaillen zwischen den Mannschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vergeben werden, war von den vor der Weltmeisterschaft eingereichten Schwierigkeitspunkten her klar. Das Team aus Österreich zeigte ebenfalls eine perfekte Kür – allerdings mit einem tieferen Ausgangswert, weshalb es sich im dritten Rang klassierte. Die Deutschen – mit gleich hohem Schwierigkeitswert wie die Schweizerinnen angetreten  – sicherten sich trotz zwei Absteigern die Silbermedaille.

Der Weltmeister-Empfang findet am Mittwoch, 11. Dezember, um 19 Uhr beim Schwesternhaus in Baar statt.