Die Zuger Bauernhöfe sind für möglichen 1.-August-Ansturm gewappnet

Auf vielen Bauernhöfen kann trotz Corona der traditionelle Brunch zum Nationalfeiertag stattfinden.

Carmen Rogenmoser
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Stattfinden können dank der Lockerungen der Massnahmen im Kampf gegen die Coronapandemie die traditionellen Brunchs auf dem Bauernhof. «Nach der schwierigen ‹Lockdown›-Zeit ist der beliebte und gesellige Anlass auf dem Bauernhof – verbunden mit einem Ausflug in die Natur – eine willkommene Abwechslung für Alt und Jung», schreibt der Schweizer Bauernverband (SBV) in einer Mitteilung. Laut www.brunch.ch laden fünf Bauernbetriebe im Kanton Zug zu einem reichhaltigen «Buure-Zmorge».

Dazu gehören Toni Niederberger vom Biohof Zug, Artherstrasse 59 in Zug und Daniel Rüttimann vom Enikerhof, Hünenbergerstrasse 76 in Cham. Bei Familie Andrea und Franz-Josef Wyss-Iten, Hintertann in Oberägeri, Familie Rebekka und Daniel Weiss, Mittelmatt auf dem Zugerberg und Familie Paula und Martin Meierhans vom Seehof in Buonas sind die verfügbaren Plätze allerdings schon reserviert.

Der Brunch beginnt um 9 Uhr und endet in der Regel um 13 Uhr. Eine Anmeldung ist bis spätestens 30. Juli erwünscht.

Ein Schutzkonzept auch für das «Buure-Zmorge»

Doch auch der 1.-August-Brunch wird in diesem Jahr etwas anders ablaufen als gewohnt. Der SBV hat ein Schutzkonzept für Brunch-Höfe erstellt. Neun Grundregeln wurden definiert. Neben dem regelmässigen Händewaschen aller Helferinnen und Helfern müssen auch die bereits allseits bekannten 1,5 Meter Abstand gehalten werden. Die Helfer auf den Höfen müssen zudem über alle Massnahmen und Vorgaben informiert sein. Ganz generell gilt: «Auf Händeschütteln wird strikt verzichtet.» Eine Maskenpflicht gilt aber nicht. Personen einer Gruppe können zu unterschiedlichen Zeiten eintreffen, Gästegruppen dürfen sich aber nicht vermischen. Der Abstand zwischen verschiedenen Gruppen muss ebenfalls 1,5 Meter betragen. Allerdings reicht es, die Kontaktdaten einer Person pro Gruppe zu erfassen. In den meisten Fällen geschieht das bereits durch die Anmeldung. Allerdings müssen die Daten aller Personen erhoben werden, wenn es zwischen zwei Gruppen während mehr als 15 Minuten zu einer Unterschreitung des erforderlichen Abstands ohne Schutzmassnahmen kommt. «Der Hof weist die Gäste auf die Hygiene- und Schutzmassnahmen hin. Für deren Einhaltung ist der Gast zuständig», wird im Konzept festgehalten.

Betriebe mit einem Buffetkonzept machen die Gäste mit Plakaten und Bodenmarkierungen auf die Abstandsregeln aufmerksam. Zudem muss sichergestellt werden, dass vor dem Buffet genügend Platz freigehalten wird. Erlaubt sind zudem Kinderspielecken und Spielplätze. Die Anzahl Kinder ist nicht beschränkt. Das Spielzeug muss aber leicht zu reinigen sein.

Besondere Umstände erfordern besondere Massnahmen, schreiben die Verantwortlichen des Bauernverbands. Für Höfe, die die Vorlagen des Bundes auf ihrem Betrieb nicht umsetzen können oder wollen, bietet der SBV eine «Brunch to go»-Alternative. Gastgeberhöfe offerieren dabei nicht wie üblich ein klassisches Buure-Zmorge, sondern verpacken ihr selbst gemachtes Bauernbrot zusammen mit Milch, Konfitüre, Joghurt und Co. Dieses Brunch-Paket kann auf Bestellung abgeholt oder nach Hause geliefert werden. «Brunch to go» gibt es im Kanton Zug beim Enikerhof in Cham. Angeboten werden unter anderem Zmorgenplatten, Rösti und Rührei. Die Ware muss vor Ort abgeholt werden, es gibt allerdings Picknick-Möglichkeiten in der Nähe. (cro)

Hinweis: Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter: www.brunch.ch