Leserbrief

Die Beerdigung der «Schweizer Werte» findet vielleicht am 19. Mai statt

Zur Teilrevision des Waffenrechts, über welche am 19. Mai abgestimmt wird

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Die Beerdigung der «Schweizer Werte» findet am 19. Mai statt – bei einem Ja zu den EU-Waffenrichtlinien. Aufgrund eines arglistigen Verhaltens durch die Lobbyarbeit der EU an unseren Parteien wie der FDP, CVP, SP und so weiter werden unsere «Schweizer Werte» bei einem Ja beerdigt. Die Androhung durch die EU lautet – im Falle eines Neins der neuen EU-­Waffenrichtlinien – soll das Schengen-Abkommen gekündigt werden.

Aus den grenznahen Gebieten kommen täglich 70 000 Menschen aus Italien, 170 000 aus Frankreich und zirka 65 000 aus Deutschland in die Schweiz zur Arbeit. Auch der tägliche Transitverkehr über und durch unsere Alpen beträgt 35 Prozent. Die EU würde sich selbst bestrafen, wenn das Schengen-Abkommen aufgekündigt würde.

Kriminalität wird durch eine Verschärfung des Waffenrechts zudem nicht eingedämmt. Die Mehrheit von Kriminellen besorgt ihre Waffen auf dem Schwarzmarkt oder nimmt – wie jüngere Beispiele zeigen – Messer oder Macheten, die frei in jedem Laden oder Haushalt zu finden sind. Ist es nicht auch sinnvoll, unsere sämtlichen Haushaltsgeräte mit Messer ähnlichen Klingen zu verbieten? Kriminalität wird nicht durch schärfere Gesetze bekämpft, sondern in den Ursachen, die zur Kriminalität führen.

Mit den neuen Richtlinien werden unsere Bürger und Bürgerinnen, denen es Freude bereitet, regelmässig schiessen zu gehen, auf einen Schlag kriminalisiert. Die Schweiz verfügt über mehr Vorteile als die EU, sonst hätte die EU kein Interesse unser Land schleichend zu übernehmen. Wenn Sie dem EU-Diktat ebenfalls Grenzen setzen möchten, stimmen Sie am 19. Mai Nein. Wir brauchen keine schärferen Gesetze, die nicht dem Volk, sondern nur dem Staat dienen.

Franc Vinzens, Baar