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Die Berner haben sich für das Esaf einen separaten Campingplatz organisiert

Vier Schwingerfreunde organisieren für jedes Eidgenössische ein Camp für Freunde und Bekannte – so gross wie in Zug war es noch nie.
Fabian Gubser
Das OK begutachtet die Scheune: Gody Schranz, Paul Müller, Urs Schürch und Roger Tschuor (von links nach rechts).Bild: Maria Schmid (Baar, 23. August 2019)

Das OK begutachtet die Scheune: Gody Schranz, Paul Müller, Urs Schürch und Roger Tschuor (von links nach rechts).Bild: Maria Schmid (Baar, 23. August 2019)

Unterkünfte für das Esaf gibt es viele – aber das Berner Camp ist einzigartig. Auf dem Bauernhof der Familie Christen in der Nähe zur Autoeinfahrt Baar haben es sich rund 200 Personen gemütlich gemacht – so viele wie noch nie. Sie schlafen das Wochenende über in ihrem Wohnwagen oder in der Scheune auf Stroh.

Wieso haben sie sich nicht für den offiziellen Campingplatz entschieden? «Wir sind gerne unter uns», sagt Gody Schranz. Der Wirt hat zusammen mit drei weiteren Organisatoren auf einer Festbank auf dem Hof Platz genommen. Es ist Apéro-Zeit: Fisch, Zopfbrot mit Schinken, Wein und Bier wird serviert. Stolz zeigt Schranz auf den WC- und Dusch-Container, die von einem Bekannten aus Bern hergebracht worden sind. Sein Kollege Roger Tschuor, Anbieter von Metzgermaschinen, betont, dass man keinen Aufwand gescheut habe. Tatsächlich bietet das kleine OK eine Art «Rundum-Service» an. Neben dem Festzelt stehen auf dem Hof eine Bar und ein Grill.

Die Nähe zur Stadt kommt bei den Gästen gut an

Immer wieder kommen Leute am Tisch vorbei und schütteln dem OK die Hände. Man kennt sich. Dann setzt sich ein Gast an den Tisch und schwärmt von Zug: «Das Gelände ist weitläufiger als in Estavayer, so verteilen sich die Leute gut». Die Nähe zur Stadt sei attraktiv, so sehe man auch was. «Die Bos­sard-Arena habe ich zum Beispiel noch nicht gekannt, die ist ja sehr modern!» Er sei vor allem gespannt auf die ersten Gänge, und ob sich die Favoriten auch wirklich durchsetzen. Sein Favorit ist der Luzerner Joel Wicki. Schranz erhebt sogleich Einspruch: «Ach was, Remo Käser aus Bern wird gewinnen!»

Der Weg vom Camp zur Arena ist kurz. «9 Minuten 40 Sekunden habe ich mit meinem Handy gemessen», sagt Urs Schürch, der eine Metallbaufirma führt und ebenfalls im OK mitwirkt. Sein Favorit heisst Bernhard Kämpf, der seine Herkunft sogar im Namen trägt. Vor allem freut sich Schürch, dass es bei den Schwingfesten jeweils friedlich zu und her gehe. «Wo sonst darf man Flaschen ins Stadion mitnehmen?», fragt er rhetorisch. Er weiss auch, wieso sich keine Randalierer auf das Gelände trauen: «Die haben Angst vor den Schwingern – wenn dich so einer nimmt, dann bist du dran.»

Was passiert sonst auf dem Berner Camp? Am Samstag, 24. August, werden um 3 Uhr 30 die 23 Sicherheitsleute der Arena zum Frühstück eingeladen. Sie sind – natürlich – alles Berner. Die Berner Schwinger würden dann am Sonntag nach ihrer Zeit auf dem Sägemehl vorbeischauen.

Seit 18 Jahren gibt es jeweils ein Berner Camp beim Eidgenössischen. Das ist nur mit viel Engagement möglich: Beispielsweise liefert ein Kartoffel- und Gemüsebauer einen Teil des Essens. Am schwierigsten sei es gewesen, in Zug einen geeigneten Platz zu finden, erzählt Schranz. Vor zweieinhalb Jahren habe man mit dem Auto verschiedene Bauernhöfe abgeklappert. Schliesslich sei man bei Arno Christen fündig geworden. Nachdem man ihm versichern konnte, dass man die Wiese nicht mit weggeworfenen Zigaretten übersäen will und keine betrunkenen Gäste toleriert, sei der Bauer schliesslich einverstanden gewesen. OK-Mitglied Paul Müller, der einen Weinhandel betreibt, betont: «Wir sind hier sehr gut aufgehoben.»

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