Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Die Betrugsmaschen im Kanton Zug bleiben gleich, das Vorgehen ändert sich

Regionale Polizeiorganisationen, darunter auch die Zuger Polizei, warnen auf Social Media zurzeit vor Betrügern.
Laura Sibold

Die Kantonspolizei Zürich machte Anfang Juli auf Facebook auf eine neue Betrugsmasche aufmerksam. Immer wieder würden falsche Pflegehelfer ältere Menschen anrufen, sich als Vertreter einer Hilfe- oder Pflegeorganisation ausgeben und dem Opfer mitteilen, dass die Pflegehilfe gleich vorbeikommen werde. Die falsche Pflegehilfe wird dann vom Opfer in die Wohnung gelassen, um dort mit Tricks und Täuschungen an Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen zu gelangen.

Gibt es solche Fälle auch im Kanton Zug? Sandra Peier, Mediensprecherin der Zuger Strafverfolgungsbehörden, verneint. Bisher habe die Zuger Polizei keine entsprechenden Meldungen erhalten. Auch würden Betrugsmaschen nicht generell zunehmen. «Meist ist es so, dass Betrugsmaschen wie eine Welle kommen und dann wieder verschwinden, respektive in abgeänderter Form wieder auftauchen», erläutert Peier. Auch Personen aus dem Kanton Zug seien immer wieder betroffen.

«So ist es beispielsweise einmal ein fiktives Wohnungsinserat, das zu einer Geldeinzahlung führt, und das nächste Mal ein Gerät, dass im Internet zu einem günstigen Preis angeboten und dann nicht geliefert wird»,

zählt die Mediensprecherin auf. Zudem würden sich in der Zentralschweiz momentan Meldungen über Telefonanrufe falscher Polizisten häufen:

Anfang Monat warnte die Zuger Polizei in einem Facebook-Post vor einer weiteren Betrugsmasche. Demnach seien schweizweit Tausende SMS-Nachrichten mit Zustellungs- oder Gewinnhinweisen an 2 Mobiltelefonnutzer gesendet worden. Darin ist ein Link enthalten, der auf eine gefälschte Website führt, auf der man sich registrieren muss. Dadurch wird die Handynummer als Zahlungsmittel hinterlegt, woraufhin die Betrüger Einkäufe tätigen, die der hinterlegten Telefonnummer belastet werden.

«Wir hatten auch im Kanton Zug solche Fälle, weshalb wir die Bevölkerung informiert und gewarnt haben», sagt Sandra Peier. Im erwähnten Facebook-Post gibt die Zuger Polizei Tipps, was man als Betroffener tun kann. «Nicht auf den Link klicken, vermeintlicher Absender auf einem anderen Kommunikationskanal kontaktieren, SMS löschen.»

Kritisch sein und
 stets nachfragen

Weitere Präventionshinweise gibt die Schweizerische Kriminalprävention online. So sei beim Datenklau – dem sogenannten «Phishing» – besondere Vorsicht geboten. Dabei verschicken Kriminelle gefälschte E-Mails, SMS oder tätigen Anrufe und geben sich als Mitarbeiter einer Organisation aus. Dann wird mitgeteilt, dass Kontoinformationen oder Zugangsdaten nicht mehr sicher seien und aktualisiert werden sollen. Die Kriminalprävention rät, niemals einen Link zu verwenden, der per E-Mail verschickt wurde, um sich bei einem Online-Dienstleister anzumelden. Zudem solle man Adressen zu Anmeldeseiten stets manuell in die Adresszeile des Browsers eingeben. Im Fall der falschen Pflegehilfen rät die Kantonspolizei Zürich, kritisch zu sein, wenn kurzfristig telefonisch Änderungen oder Angebote von Hilfe- oder Pflegeorganisationen mitgeteilt werden. Zudem solle man die Haustür abschliessen und im Zweifelsfall die Polizei über die Nummer 117 kontaktieren.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.