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Die Bevölkerung in Steinhausen sprach ein Wort mit

Kürzlich wurde eine Bevölkerungsumfrage zur Ortsplanungsrevision in der Gemeinde durchgeführt. Privatpersonen als auch Vereine konnten darin ihre Bedürfnisse kundtun. Nun wurden die Ergebnisse präsentiert.
Vanessa Varisco
Mobilität ist ein wichtiges Thema in Steinhausen. Im Bild die Bahnhofstrasse mit Haltestelle Zentrum. (Bild: Stefan Kaiser (27. September 2019))

Mobilität ist ein wichtiges Thema in Steinhausen. Im Bild die Bahnhofstrasse mit Haltestelle Zentrum. (Bild: Stefan Kaiser (27. September 2019))

519 Privatpersonen und 25 Vereine, Parteien oder Vertreter aus dem Gewerbe haben an der Umfrage zur Ortsplanungsrevision von Steinhausen teilgenommen. Gemeindepräsident Hans Staub zeigte sich zufrieden an der Veranstaltung vom Mittwochabend im Gemeindesaal, an welcher die Ergebnisse präsentiert wurden: «Die rege Teilnahme zeigt das Interesse an der Weiterentwicklung unseres Dorfes.» Die Reihen waren an der Infoveranstaltung gut gefüllt. Im Fokus der Umfrage stehen sowohl die räumliche Weiterentwicklung der Gemeinde als auch die Mobilität. Eines stach heraus: Die Ansichten, wie sich Steinhausen weiterentwickeln soll, divergieren.

Ivo Kuster und Mario Roth vom Büro für Raumplanung, welches die Ortsplanung in der Gemeinde begleiten wird, präsentierten die Resultate. Klar ist, wie Kuster erklärt: «Laut der Umfrage fühlen sich die meisten schnell heimisch in Steinhausen.» Die Gründe dafür lägen wohl in der bestehenden Infrastruktur, denn die Sportmöglichkeiten, das Kulturelle und Freizeitangebot wurden von den Teilnehmenden als sehr gut bis gut bewertet. Die anwesenden Besucher schienen dem zuzustimmen, sie nickten bekräftigend. Besonders der Steinhauser Wald mit dessen Weiher wird geschätzt, ebenso wie die Schul- und Sportanlage. Auch die zentrale Lage und das aktive Vereinsleben werden positiv bewertet. Das Potenzial zur Weiterentwicklung erläuterte Stefan Sandoz (SVP), welcher der Begleitgruppe zur Ortsplanungsrevision angehört: «Vor allem die Schaffung von Grünflächen ist den Teilnehmenden ein Anliegen.» Ebenso wird der Dorfkern von vielen als weniger attraktiv und entwicklungsfähig wahrgenommen. Gleichermassen wie der Bahnhof, der beispielsweise verkehrsberuhigt werden könnte.

Verdichtung in Gewerbegebieten

Und wie in allen anderen Gemeinden, wird auch in Steinhausen die Verdichtung ein Thema. «Hochhäuser konnten sich die Teilnehmenden vor allem im Gewerbegebiet vorstellen», erklärte Mario Roth, deutete auf die Karte und ergänzte: «Die weniger dichten Quartiere wollen die meisten auch nicht mehr verdichten.» Ausserdem gebe es einen beachtlichen Anteil an Teilnehmern, der sich gegen Hochhäuser ausspricht. Welche Arten des Wohnens es laut den Teilnehmenden braucht, führte Kuster aus: «Vor allem preisgünstiges Wohnen, Familienwohnungen und betreutes Wohnen.» Mobilität und Verkehr bewegt die Steinhauser ebenfalls. Zum Thema wird hier auch die Verkehrsberuhigung. So sprachen sich 43 Prozent in der Umfrage für verkehrsberuhigte Quartiere aus. Während man mit dem motorisierten Individualverkehr zufrieden ist, gibt es für den öffentlichen Verkehr Anregungen. Mario Roth betonte: «Die Erschliessung der östlichen und nördlichen Gebiete ist ein Anliegen.» Auch würden sich Privatpersonen Taktverdichtungen nach Zug wünschen. Die Resultate werden nun gemeinsam mit Kern- und Begleitgruppe genauer analysiert, danach wird sich zeigen, inwieweit sie in die Ortsplanungsrevision einfliessen.

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