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Die Captainbinde beflügelt den Zuger Fussballer Valentin Bagavac

Der 24-jährige Mittelfeldspieler führt die 3.-Liga-Fussballer von Zug 94 II an. Er traut dem Team in der laufenden Saison einiges zu.
Martin Mühlebach
Bei Zug 94 fühlt sich Valentin Bagavac wohl. (Bild: Maria Schmid, Zug, 10. Oktober 2019)

Bei Zug 94 fühlt sich Valentin Bagavac wohl. (Bild: Maria Schmid, Zug, 10. Oktober 2019)

Der kroatisch-schweizerische Doppelbürger Valentin Bagavac spielte nach dem Besuch der Fussballschule beim FC Rotkreuz. Als D-Junior hätte er beim FC Luzern ein Sichtungsturnier bestreiten dürfen. «Meine Eltern, die mich noch als zu jung befanden, um mich ziehen zu lassen, rieten mir, mich auf die Schule zu konzentrieren. im Nachhinein bedaure ich, die Chance, mein Können zu zeigen, nicht wahrgenommen zu haben.» Als A-Junior schloss sich Bagavac dann Zug 94 an, wo er den Aufstieg in die Coca-Cola-League schaffte, ehe er die Fussballschuhe nach der bestandenen Matura und der bevorstehenden Rekrutenschule vorübergehend an den Nagel hängte.

Ein Jahr später debütierte er in der ersten Mannschaft seines Stammklubs Rotkreuz, worauf er zu Zug II wechselte, wo der 24-Jährige heute als Captain im zentralen Mittelfeld gekonnt Regie führt. Die junge, neu zusammengestellte Mannschaft liegt in der 3. Liga derzeit gemeinsam mit Muotathal und Olympique Lucerne vier Punkte hinter dem Spitzenquartett Hünenberg, Ibach II, Sins und Baar zurück. «Obschon es uns noch ein wenig an Erfahrung mangelt, bin ich überzeugt, dass wir uns für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde qualifizieren werden», sagt Bagavac.

In der Person von Trainer Mirza Beganovic verfüge Zug 94 II über einen ausgesprochen guten Motivator und versierten Taktiker, der genaue Vorgaben mache. Er bevorzuge eine offensiv ausgerichtete Spielanlage und betone stets, dass sich die Spieler vor keinem Gegner zu verstecken brauchen und an sich glauben sollen. Beim kopfballstarken, mit einer guten Angriffsauslösung gesegneten Bagavac, der den Barcelona-Mittelfeldregisseur Ivan Rakitic als sein fussballerisches Idol bezeichnet, sind die Worte seines Trainers anscheinend angekommen. Er verrät: «Seit ich die Captainbinde trage, trete ich selbstbewusst auf, meine Leistungen sind viel konstanter als zuvor.»

Ein tolles Geburtstagsgeschenk

Da es der ersten Mannschaft von Zug 94, die in der 1. Liga am Tabellenende liegt, nicht wunschgemäss läuft, stellt sich die Frage, weshalb Valentin Bagavac nicht im Fanionteam spielt. «Ganz einfach weil ich noch nie ein Aufgebot erhielt», sagt er.

«Wenn ich ein Aufgebot für die erste Mannschaft bekäme, würde ich diese Herausforderung gern annehmen. Für mich ginge ein Traum in Erfüllung.»

Dass Träume in Erfüllung gehen können, erlebte er, als ihm sein Götti ein zum 8. Geburtstag ein Trikot von Zinédine Zidane, dem damaligen Mittelfeldregisseur seine Lieblingsklubs Real Madrid schenkte. Bagavac verrät verzückt lächelnd: «Ich trug dieses Trikot bei jeder sich bietenden Gelegenheit.»

Stolz ist der gelernte Hochbauzeichner zu Recht auch auf die bestandene Matura, die ihm demnächst zugutekommen soll. Bagavac erzählt: «Ich will mich beruflich weiterbilden. Deshalb werde ich demnächst ein Facility-Management-Studium an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Angriff nehmen.» Er sei derzeit zwar Single, aber er hoffe, dereinst eine Familie mit mehreren Kindern gründen zu können, der er «ein gutes, sorgenfreies Leben» bieten möchte. Da er selbst impulsiv sei, wünsche er sich eine geduldige Frau, sozusagen als seelische Balance, sagt der charmant wirkende, gut aussehende 24-Jährige, der gesteht: «Ich verbringe meine Wochenenden gerne im Kreis guter Kollegen, und ich habe auch nichts dagegen, wenn die Post abgeht. Aber wenn ein Familientreffen stattfindet, lasse ich es mir niemals nehmen, dabei zu sein. Ich bin ein ausgesprochener Familienmensch – Familie ist für mich das Wichtigste im Leben.»

Bewährungsprobe im Nachbarkanton

Am Samstag reist Zug 94 II zum Auswärtsspiel zum Spitzenteam Sins (18.00, Letten). Valentin Bagavac sinniert: «Auf dem relativ schmalen Platz müssen wir uns vor allem vor gefährlichen Standards in Acht nehmen.» Die im Sommer abgestiegenen Freiämter haben nach einem etwas harzigen Start Fahrt aufgenommen. «Aber», sagt Bagavac, «wie unser Trainer immer betont, müssen wir uns nicht verstecken. Unser Ziel ist es, drei Punkte zu holen und bis auf einen Zähler an Sins heranzurücken.»

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