Die EVZ Academy ist nach dem Sieg gegen Winterthur beinahe am Ziel

Das Team steht in der Swiss League kurz vor dem sicheren Ligaerhalt. Unsicher ist die Zukunft des Stürmers Calvin Schleiss (20). Er hat noch keinen neuen Vertrag und möchte bleiben, ist aber auch offen für Neues.

Michael Wyss
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Mit Verstärkung aus dem Fanionteam (im Vordergrund: Sven Leuenberger) gewinnt die EVZ Academy gegen den EHC Winterthur.

Mit Verstärkung aus dem Fanionteam (im Vordergrund: Sven Leuenberger) gewinnt die EVZ Academy gegen den EHC Winterthur.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. Februar 2020)

«Mit dem 6:4-Sieg gegen Winterthur haben wir einen grossen Schritt Richtung Ligaerhalt gemacht. Dieses Erfolgserlebnis war wichtig», freute sich Calvin Schleiss. Der 20-jährige Steinhauser, der bisher 41 Spiele in der Meisterschaft bestritt und nur einmal fehlte, hatte mit seiner Aussage richtig gelegen. Mit 42 Punkten und einer Reserve von 18 Punkte auf das Schlusslicht Ticino Rockets sollte in der Abstiegsrunde nichts mehr schiefgehen. Nur der Letztplatzierte der Swiss League spielt gegen den Abstieg. Die Zuger traten gegen Winterthur mit Verstärkung aus dem Fanionteam an. So spielten der neue Ausländer Andreas Martinsen sowie Langenegger, Leuenberger, Zehnder, Bachofner und Stadler.

Calvin Schleiss.

Calvin Schleiss.

EVZ/PD

«Auch wenn uns in der Abstiegsrunde nichts mehr passieren kann, wollen wir versuchen, jedes Spiel zu gewinnen. Wir werden uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Es ist wichtig, dass wir gute Resultate gegen Sierre, Winterthur und die Ticino Rockets erzielen. Ich erwarte auch eine Konstanz vom Team», stellt Schliess klar. Zum Grund, warum die Academy die Playoffs verpasste, sagt Schleiss: «Rang acht wäre machbar gewesen. Wir waren einfach nicht konstant genug und konnten unsere Leistungen nicht über mehrere Partien abrufen. Das ist sehr schade.» Das habe auch mit der fehlenden Erfahrung zu tun. Wir sind jung und machen eine Entwicklung durch», sagt er, fügt allerdings hinzu: «Manchmal fehlte uns auch die letzte Überzeugung und der Glaube, das Ding biegen zu können in einem Spiel. Vielleicht hatten wir auch zu viel Respekt vor dem einen oder anderen Topgegner. Diese Saison war für alle Spieler eine gute Erfahrung, auch für mich.»

Werbung in eigener Sache für den Stürmer

Wo seine Zukunft hinführt, weiss der Steinhauser noch nicht, sein Vertrag läuft am Ende der Saison aus. «Die Gespräche werden demnächst geführt. Wenn ich beim EVZ bleiben könnte, wäre das schön. Ich bin aber auch nicht abgeneigt, ein anderes Angebot zu prüfen. Mein Ziel ist es, möglichst schnell in der höchsten Liga zum Einsatz zu kommen.» Weiter geht es für die EVZ Academy nach der Nationalmannschaftspause am 11. Februar mit der Partie in Sierre (19.45, Graben). Am 15. Februar zum Abschluss der Qualifikation kommt der Cup-Sieger Ajoie nach Zug.