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Kesb Zug: Die Fälle werden immer komplexer

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) ordnete im vergangenen Jahr 154 neue Massnahmen an. Herausfordernd für die Behörde sei unter anderem auch die mangelnde Wertschätzung der Politik.
Harry Ziegler

Seit Beginn dieses Jahres visitiert die erweiterte Justizprüfungskommission (JPK) die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Kantons (Kesb). Der nun vorliegende Bericht der Kommission sowie der Geschäftsbericht der Kesb ist zur Behandlung in der Kantonsratssitzung vom kommenden Donnerstag vorgesehen.

Laut Bericht der erweiterten JPK hat die Kesb im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 154 neue Massnahmen angeordnet. Per Ende des letzten Jahres wurden 1167 laufende Massnahmen gezählt. Gefährdungsmeldungen gingen 517 ein. Anonyme Gefährdungsmeldungen werden nicht weiterverfolgt, was einzelne Mitglieder der erweiterten JPK als problematisch erachteten. Dies, weil Betroffene anonymer Meldungen nicht darüber informiert werden, dass diese nicht weiterverfolgt werden – obwohl durchaus ein Interesse daran bestehen könnte, von einer Meldung zu erfahren und eine ungerechtfertigte Meldung allenfalls strafrechtlich relevant sein könnte.

Laut Kesb werden die Fälle immer komplexer. Insbesondere werden die Erbschaftsgeschäfte anspruchsvoller, weil zum Teil komplexe Vermögensverhältnisse vorliegen oder auch das bäuerliche Bodenrecht zur Anwendung gelangt. Zugenommen hat auch die Validierung von Vorsorgeaufträgen. Vor allem, weil diese nicht immer klar formuliert seien. Dass die Kesb gut arbeitet, zeigt laut erweiterter JPK auch der Weiterzug von Kesb-Entscheiden ans Zuger Verwaltungsgericht. Bei insgesamt 1612 Entscheiden seien 2018 lediglich 15 ans Gericht gezogen worden.

Als herausfordernd bezeichnet die zuständige Amtsleiterin die steigende Geschäftslast, die zunehmende Komplexität der Fälle und den dadurch steigenden Aufwand. Die ältesten zehn noch nicht abgeschlossenen Fälle stammen aus den Jahren 2015 bis 2017. Die Gründe für die Verzögerungen liegen in teils schwierigen Konflikten.

Die Amtsleitung äusserte zum Schluss der Visitation durch die erweiterte JPK den Wunsch «nach mehr Vertrauen und Wertschätzung von der Politik an die neue Organisation der Kes (Amt für Kindes- und Erwachseneschutz)», schreibt die Kommission in ihren Bericht. «Die Mitarbeitenden der Kes geben alles, um das neue Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, welches von der Politik verabschiedet wurde, gut und korrekt umzusetzen», heisst es im Bericht weiter.

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