Der SC Cham lehrt die Favoriten das Fürchten

Der SC Cham verblüfft mit geschlossenen Teamleistungen und schlägt mit Rapperswil-Jona einen weiteren Aufstiegsaspiranten.

Martin Mühlebach
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Chams Trainer Roland Schwegler, hier beim Zugerland-Cup Anfang August, ist zufrieden mit der Leistung seines Teams.

Chams Trainer Roland Schwegler, hier beim Zugerland-Cup Anfang August, ist zufrieden mit der Leistung seines Teams.

Bild: Matthias Jurt (Rotkreuz, 1. August 2020)

Dem SC Cham ist der Start in die Promotion-League-Saison 2020/2021 beinahe optimal geglückt. Nach dem 2:2-Unentschieden im Auftaktspiel gegen Breitenrain und dem 2:1-Sieg gegen Bellinzona schlägt die Elf von Trainer Roland Schwegler mit Rapperswil-Jona (1:0) auswärts einen weiteren Aufstiegsaspiranten.

Mit bereits 7 Punkten aus 3 Partien liegt der SC Cham nur 2 Punkte hinter dem Tabellenzweiten Etoile Carouge, der zwei Partien mehr ausgetragen hat, auf Platz 5. Nach dem kräfteraubenden Spiel vom vergangenen Mittwoch gegen Bellinzona krempelte Trainer Roland Schwegler seine Startelf fürs Spiel gegen Rapperswil-Jona auf zwei Positionen um.

Fehler in der Defensive aufgedeckt

Captain Fabio Niederhauser und Mittelfeldspieler Joel Miranda kamen neu zum Zug. Und dieser Fabio Niederhauser war es auch, der die erste Torchance der Platzherren im letzten Moment zu verhindern vermochte, indem er den Ball vor dem angreifenden Ciftic wegzuschlagen vermochte. Cham kam danach besser ins Spiel. Die mit spielerischen Mitteln mit raschen Vorstössen über die Aussenbahnen agierenden Gäste deckten Fehler in der Defensive der St.Galler auf.

In der 31. Minute luchste der Chamer Miranda einem Rapperswiler den Ball ab. Joel Miranda lancierte den auf diese Saison hin vom SV Höngg übernommenen Marin Wiskemann, der sich gegen zwei Verteidiger durchzusetzen vermochte. Mit einem platzierten Schuss in die hintere Torecke schoss Wiskemann mit seinem ersten Treffer im Dress des SC Cham die Zuger 1:0 in Front. Bis zum Pausentee dümpelte die Partie ohne Aufreger dahin.

Chamer Kräfte liessen nach

Nach dem Seitenwechsel versuchte Rapperswil-Jona mit gleich drei Einwechslungen in der 59. Minute, das Schlachtenglück auf seine Seite zu zwingen. Obschon die Chamer dem Kräfteverschleiss vom Mittwochspiel allmählich Tribut zollten, vermochten sie, ihr Gehäuse bis zum Abpfiff nach 95 langen Minuten rein zu halten. Die gut stehende Defensivabteilung und ihr mehrmals hervorragend intervenierender Torhüter Marco Peterhans liessen – auch mit dem Glück des Tüchtigen – nichts mehr anbrennen.

Trainer Roland Schwegler gesteht: «In der Schlussphase des Spiels stand Rapperswil dem Ausgleich nahe. Dank einer tollen kämpferischen, solidarischen Teamleistung vermochten wir, den enorm wertvollen Sieg einzufahren.» Torhüter Marco Peterhans, der sich gegen Ende des Spiels mehrmals ausgezeichnet in Szene zu setzen vermochte, sagt: «In den Schlussminuten des Spiels, in denen sich unser Kräfteverschleiss bemerkbar machte, verteidigten wir unser Gehäuse erfolgreich – so kann es weitergehen.» Es ist zu hoffen, dass der SC Cham in den nächsten Tagen den Kräftehaushalt wieder zu stärken vermag, zumal das Team von Trainer Roland Schwegler am kommenden Samstag im Auswärtsspiel gegen Brühl St.Gallen erneut einen schweren Brocken aufgetischt erhält.

Rapperswil-Jona – Cham 0:1 (0:1)
Grünfeld – 485 Zuschauer. – SR Odiet. – Tor: 31. Wiskemann 0:1. – Rapperswil: Milosavljevic, Stettler, Hebib, Beka (59. Brunner), Morgado; Rohrbach, Fejzulahi (44. Pasquarelli), Gomes; Saliji (59. Kllokoqi), Ciftic (59. Hamidi), Casciato. – Cham: Peterhans; Röthlisberger, Bühler, Niederhauser, Stefanovic (25. Thöni); Siegrist (74. Wicht), Miranda (84. Hoxha), Loosli, Riedmann; Rüedi, Wiskemann (74. Miani). – Bemerkung: Cham ohne Blättler (gesperrt), Bender, Laisa (beide verletzt).

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