Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Die FDP des Kantons Zug verzichtet auf eine Frauenkandidatur

Für die Regierungsratswahlen hat sich die kantonale FDP, trotz Forderungen aus der Basis, gegen die Nomination eines dritten Kandidaten entschieden. Dies ist faktisch eine Absage an eine Frau als Kandidatin.
Zoe Gwerder
Das Zuger Regierungsgebäude am Postplatz. Bild: Stefan Kaiser

Das Zuger Regierungsgebäude am Postplatz. Bild: Stefan Kaiser

«Wir haben das Ziel, unsere zwei Sitze im Regierungsrat zu verteidigen. Ein Zweierticket schafft dafür die besten Voraussetzungen», erklärt der Vizepräsident der FDP des Kantons Zug, Patrick Mollet. Ausschlaggebend für das Überdenken der Wahltaktik war ein Antrag der FDP-Frauen. Sie traten an die Kantonalpartei heran, mit dem Anliegen, die Möglichkeit einer dritten Kandidatur – einer Frau – zu prüfen. Hintergrund war der Mitte April angekündigte Verzicht von Manuela Weichelt-Picard auf eine weitere Legislatur Sie ist die derzeit die einzige Frau in der Regierung.

Die FDP führte nun während etwas mehr als einer Woche die Diskussionen um das Anliegen. «Diese waren umfassend und sehr wichtig», so Mollet. Sie habe auch gezeigt, wie viel Bedeutung der Forderung nach einer stärkeren Vertretung von Frauen in der Politik zukomme.

Die Ausgangslage hat sich zu wenig verändert

Mollet legt dar, dass drei Kandidaten nur dann Erfolg versprechend wären, wenn sich die FDP «berechtigte Hoffnungen auf einen dritten Sitz machen könnte.» Ansonsten sei das Risiko zu hoch, dass nur einer der drei Kandidaten genügend Stimmen erhält. Auf Grund des Majorz-Wahlverfahrens würden die anderen dann als überzählig leer ausgehen. Zudem habe sich die Situation seit der Nominationsversammlung Anfang April nicht so verändert, dass sie als Grundlage reichen würde, um auf den Entscheid für ein Zweierticket zurückzukommen.

Für die Präsidentin der FDP-Frauen, Birgitt Siegrist, ist der Entscheid richtig, auch wenn sie es sehr bedauert, dass für die FDP keine Frau ins Rennen um die Regierungsratssitze gehen kann. Sie ist allerdings Teil der kantonalen Geschäftsleitung und damit in die Entscheidungsfindung involviert. Sie geht aber davon aus, dass der Entscheid der Kantonalpartei auch bei den FDP-Frauen verstanden wird. «Viele haben noch immer das alte Proporz-Wahlsystem im Hinterkopf, bei dem es für die Regierungsräte Listen gab. Beim Majorz-System sieht das anders aus. Und die wahltaktischen Überlegungen müssen auch aus meiner Sicht über allem stehen.»

Die FDP des Kantons Zug hatte an ihrer Nominationsversammlung aus vier Vorschlägen ein Zweierticket gewählt. Unter den vier Kandidaten war mit Carina Brüngger auch eine Frau. Sie verlor die Wahl jedoch hauchdünn und schied als Drittplatzierte aus.

Einzige Frau im Rennen kommt derzeit von der CVP

Die CVP hat hingegen nach dem angekündigten Rücktritt der derzeit einzigen Frau im Regierungsrat nachgezogen und zusätzlich zu ihrem Zweierticket noch eine Frau nominiert. Sie ist bisher die einzige Frau im Rennen um die Regierungsratssitze. Denn die Partei von Manuela Weichelt, die Alternativen-die Grünen (ALG), steigen voraussichtlich mit einem Mann ins Rennen. Die SVP wird ihre bisherigen zwei Regierungsräte wieder nominieren. Damit könnte wohl einzig bei der SP noch eine Frau ins Rennen geschickt werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.